Selbstbetrug – Gedankensplitter

Hermann stand auf.
Wie gerädert.
Wie jeden Morgen.
Fast betäubt.
Ein Frühstück.
Kaffee.
Und Toast…
Rasieren?
Heute nicht.
Dreitagebart.
Das gefiel.
Den Kolleginnen.
Seine Hände.
Zitterten.
Ein wenig.
Als er.
Die Tasse.
Wieder hinstellte.
Er versuchte es.
Zu übersehen.
Spürte aber.
Diese Unruhe.
In ihm.
Auf einmal.
Der Schweiß.
Auf der Stirn.
Immer dasselbe…
Dann ging er.
Ins Bad.
Holte.
Die Tabletten.
Beruhigungsmittel.
Seit dem Unfall.
Hatte er sie.
Verschrieben bekommen.
Seit sein Freund.
Gestorben war.
Neben ihm…

Meist holte er.
Nur ein Rezept.
Beim Arzt.
Ohne viele Worte.
Er brauchte sie nicht.
Diese Pillen.
Das wusste er.
Genau.
Aber er hatte.
Nicht den Nerv.
Gleich aufzuhören.
Der Druck.
Der Stress.
In der Arbeit.
Die gescheiterte.
Beziehung.
Und der Tod.
Des Freundes.
Für den er sich.
Verantwortlich fühlte.
Nach wie vor…
Er hätte fahren müssen.
Nicht Richard.
Richard war.
Übermüdet gewesen.
Hatte.
Falsch reagiert…
Hermann.
Zuckte zusammen.
Wie jedes Mal.
Wenn er sich.
Erinnerte…

Das Zittern.
Der Hände.
Würde aufhören.
Bis er.
Im Büro war.
Das wusste er.
Und wenn der Deal.
In der Arbeit.
Unter.
Dach und Fach war.
Dann würde er.
Die Beruhigungspillen.
Abstellen.
Sofort.
Bestimmt.
Dann hatte er.
Den Kopf frei…
Hermann.
Atmete durch.
Er fühlte sich.
Schon besser.
Psychotherapie?
Brauchte er nicht.
Der Rat.
Eines Kollegen.
Lächerlich.
Er hatte.
Alles.
Im Griff.
So wie immer…
Der letzte Schluck.
Kaffee.
Dann verließ er.
Die Wohnung…

Vivienne/Gedankensplitter

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