Nina – Gedankensplitter

Reinhard saß im Büro.
Sein Kollege.
Tippte ihn an.
Hattest du?
Ein schönes Wochenende?
Nun sag schon?
Wann ist sie gekommen?
Die Schöne aus dem Internet?
Habt ihr es getan?
Reinhard fuhr hoch.
Zischte ihn an.
Halt den Mund!
Ich arbeite!
Der Kollege grinste…
Aha…
Nix gelaufen…
Du Ärmster!
Reinhard.
Drehte sich um.
Blitzschnell.
Packte ihn am Pullover.
Verschwinde endlich!
Andere Leute.
Müssen arbeiten.
Im Gegensatz zu dir!
Der Kollege.
Zuckte zusammen.
Schluckte…
Schon gut…
Er strich den Pullover glatt.
Schon gut…

Reinhard.
Nahm ein Aspirin.
Quälende Kopfschmerzen.
Die Kollegen.
Sie rätselten wohl.
Was gefahren war.
In ihn.
Normalerweise.
War er ganz ruhig.
Korrekt.
Langweilig…
Aus diesem Grund.
Hatte er auch.
Keine Freundin.
Für die Frauen.
War er nur langweilig.
Das wusste er.
Eine.
Hatte es ihm.
Ins Gesicht gesagt.
Und gelacht dabei…
Er seufzte.
Es hatte weh getan.
Bis er Nina kennengelernt hatte.
Auf einer Plattform.
Nina.
Allein.
Verlassen.
Gedemütigt.
Auf der Suche nach Liebe.
Und einem soliden Mann.
Wie ihm…

Halbe Nächte.
Hatte er gechattet mit ihr.
Im Web.
Gelacht und geredet.
Eine Frau.
Wie er sie gesucht hatte.
Immer.
Eine Seelenverwandte.
Geistreich.
Schlagfertig.
Und verliebt in ihn…
Ich traue es mich…
Fast nicht zu sagen…
Mein Ex-Mann.
Hinterließ mir nur Schulden.
Ich brauche EUR 10.000.
Um alles hinter mich zu bringen.
Kannst du mir aushelfen?
Er konnte.
Überwies ihr das Geld.
Von seinen Ersparnissen.
Auch weil sie versprach.
Nächstes Wochenende.
Da komme ich zu dir.
Ich möchte endlich.
In deinen Armen liegen…
Nina kam nicht.
Er verbrachte den ganz Tag.
Am Bahnhof.
Er ließ sie ausrufen.
Passte jeden Zug ab.
Am Nachmittag.
Hatte er begriffen.
Sie hatte ihn gelinkt.
Ein kluger Plan…
Und wenig überraschend.
Nina.
War nicht mehr online.
Auf der Plattform…

Vivienne/Gedankensplitter

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