Eigentlich – Gedankensplitter

Eigentlich.
Verstand er nicht.
Was das sollte.
Das Aufsehen.
Die Polizei.
Das Jugendamt…
Er.
Konnte doch nichts dafür!
Gar nichts.
Schuld.
War seine Freundin.
Ganz alleine.
Die.
Hatte ihn gebeten.
Auf die Kleine zu schauen.
Irgendwer…
Muss ja.
Das Geld verdienen!
Hatte sie ihn.
Angeschrien.
Trampel!
Hatte er gedacht.
Das Kind.
Nicht einmal von ihm.
Und wenn er.
Daheim war.
Dann.
Wollte er fernsehen…
Und nicht.
Windeln wechseln.
Oder die Kleine füttern…

Eigentlich.
Hasste er Kinder.
Aber gut.
Die Freundin.
Musste in die Arbeit.
Und so hatte er gedacht.
Auf ihre Tochter aufpassen…
Besser.
Als selber arbeiten gehen…
Hatte nicht jemand gesagt.
Kleinkinder schlafen?
Die meiste Zeit?
Die Kleine jedenfalls.
Nicht.
Sie plärrte.
Fast ständig.
Und wenn er.
Schlafen wollte.
Oder fernsehen.
In Ruhe…
Dann.
Hatte er keinen Bedarf.
An dem Geschrei…
Ohrfeigen und Schläge.
Manchmal.
Da fiel es runter.
Das kleine Mädchen.
Blaue Flecken.
Blessuren.

Seine Freundin.
Sie hatte es gemerkt.
Jedes Mal…
Aber.
Sie hatte nichts gesagt.
Gar nichts.
Das…
War auch besser so!
Eigentlich.
War er kein Babysitter.
Und seine Freundin.
War auch nur.
Eine Zwischenlösung…
Die Kleine.
Sie hatte nicht aufgehört.
Zu schreien.
Und seine Freundin.
Fuhr ins Spital mit ihr.
Nach der Arbeit.
Es war ihm egal…
Seine Freundin.
Sie weinte.
Als sie heimkam.
Beinbrüche.
Bei der Kleinen.
Blutungen.
Sah schlimm aus…
Verdammt!
Warum regte sie sich auf?
Eigentlich?
Die Polizei.
Kam noch.
In derselben Nacht.
Nahm ihn mit.
Sperrte ihn ein.
Dass das Mädchen.
Nur runtergefallen war.
Glaubte ihm keiner.
Eigentlich.
Ging ihm das.
Am Arsch vorbei.
Er wollte raus.
Aus der Zelle.
Sofort!
Und beim nächsten Mal.
Eine Freundin.
Ohne Kind!
Unbedingt!

Vivienne/Gedankensplitter

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