Vertrauen – Gedankensplitter

Vertrauen.
Ist eine empfindliche Pflanze.
Ständig verletzt.
Stirbt es.
Irgendwann.
Ganz langsam…

Ich sauge die Wohnung.
Die Katze hat sich versteckt.
Vor dem Staubsauger.
Und ich muss grinsen.
Wenn ich ihre Sprünge beobachte…
Wie vom Teufel gejagt!
Wochenende.
Ein wenig sauber machen.
Putzen.
Waschen.
Aber auch Zeit.
Zu relaxen.
Zu entspannen…
Wochenende.
Ich kann mich wieder freuen.
Der Wochenbeginn.
Der schreckt mich nicht.
Vor einem halben Jahr.
War das anders.
Burn out.
Zwei Hyänen als Kolleginnen.
Und ein Ex-Chef.
Der noch mit Dreck nach mir warf.
Als ich schon weg war.
Von der Firma.
Das habe ich nicht verdient.
Gewiss nicht.
Schon die Jahre zuvor.
Ein Trauerspiel.
Eine Diebin in der Abteilung.
Im Outfit einer Nutte.
Protegiert.
Normal ist das nicht…

Es geht mir besser.
Viel besser.
Ich stand.
Knapp vor dem Zusammenbruch.
Aber ich hatte Glück.
Ich fand den Weg.
Aus dem Labyrinth.
Rechtzeitig.
Und nun.
Ein anderes Leben.
Es läuft bei mir.
Ich habe Erfolg.
Und ich bin wieder stark.
Nein.
Im Paradies.
Bin ich nicht gelandet.
Zicken und Wichtige.
Auch hier.
Aber.
Es ist mir egal.
Niemand.
Kümmert sich um mein Privatleben.
Und das ist wichtig…

Ich räume ihn weg.
Den Staubsauger.
Die Katze.
Sie steckt hinter der Waschmaschine.
Ganz verschreckt…
Es geht gut.
Meine ich.
Und doch.
Freunde.
Ich suche sie nicht.
In der neuen Firma.
Nein.
Vertrauen?
Keines da.
Wenn jemand freundlich ist.
Bin ich misstrauisch.
Und frage mich.
Was ist wohl der Grund…?
Ich helfe gerne.
Nach wie vor.
Und erwarte mir nichts.
Aber.
Jedes Wort.
Lege ich auf die Waagschale.
Vorsichtig.
Misstrauisch.
Geschädigt an der Seele…

Ich bin weg.
Von der alten Firma.
Und das war Glück.
Großes Glück.
Aber was man verbrochen hat.
An mir.
Wird nie heilen.
Unbefangen.
Vorurteilsfrei.
Werde ich nicht mehr sein.
Nie mehr.
Wo immer ich auch sein werde…

Vivienne/Gedankensplitter

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