Irreversibel – Gedankensplitter

Der Abend.
Liegt auf der Stadt.
Prachtvoller Ausblick.
Aus der Küche in der Firma.
Im 7. Stock…
Was für eine Stadt!
Und das Leben.
Es pulsiert.
Eine Stadt.
Sie schläft nie…
Ich beobachte die Szenerie.
Fasziniert.
Beeindruckt.
Ein Blick auf die Uhr.
Zurück ins Büro.
Keine Zeit zu träumen…
Ein Stunde später.
Tagwerk vollbracht.
Ich bin müde.
Sitze in der Straßenbahn.
Sie rumpelt.
Je länger ich fahre.
Desto mehr leert sie sich…

Gedanken.
Rachsucht.
Wirft man mir vor.
Nachtragend.
Unversöhnlich…
Bin ich.
Pfui!
Ja.
Mag alles sein.
Was mir weh tut.
Was schmerzt.
Und mich verändert hat.
Über all die Jahre.
Das wird nicht anders.
Wenn ich mir einrede.
Alles ist gut.
Nur niemandem böse sein!
Es ist vorbei…
Nein.
Es ist nicht vorbei.
Die Wahrheit ist.
Es ist unveränderbar.
Wie es mich geprägt hat.
Irreversibel…
Die Straßenbahn bleibt stehen.
Mit einem Ruck.
Und ich steige aus.
Die Hände in den Manteltaschen.
Manch übles Spiel.
Man hat es gespielt mit mir.
Mit mir.
Durfte man es ja.
Von mir.
War ja kein Widerstand zu erwarten.
Oder?
Einfach grob.
Oder mit Tricks.
Psychologisch.
Leiten wir sie in ihre Bestimmung…

Manch übles Spiel.
Und irgendwann.
War es genug.
Ein Neubeginn.
Aber das vergangene Unrecht.
Es lässt mich nicht los.
Wie denn?
Wie ich heute bin.
Das.
Ist das Ergebnis.
Dieses Unrechts.
Fröhlich.
Unbeschwert.
Unbekümmert.
Werde ich nie mehr sein.
Nie mehr so.
Wie vor zwanzig Jahren.
Und all die Leute.
Die mich die Lebensfreude lehren wollten.
Vermeintlich…
Begriffen nicht.
Ihre Wege.
Ihre Methoden.
Trieben mich tiefer.
In die Melancholie.

Ein Mann im Bett.
Den ich nicht liebe.
Der macht mich nicht glücklich.
Nein.
Er kann es gar nicht…
Ich sperre die Wohnung auf.
Die Katze.
Sie springt ins Stiegenhaus.
Klettert die Stufen hoch.
Ich folge ihr.
Grinsend…
Die Katze aber.
Sie schafft es mühelos!

Vivienne/Gedankensplitter

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