Aprilstürme

Dichte Wolken.
Gräulichblau.
Sie hetzen über den Himmel.
Wie gejagt.
Regen.
Manchmal auch Graupel.
Doch die Natur.
Sie trotzt.
Stellt sich dem Wind entgegen.
Und dem unwirtlichen Wetter.
Dem Grün.
Den blühenden Sträuchern.
Vermag er nichts anzuhaben.
Der April…
Trotz alledem.
Und wenn die Sonne ein Loch reißt.
In die Wolkenbanken.
Dann blitzt die Kuppel blau.
Und der Macht der Strahlen.
Vermag niemand zu widerstehen…

Einen Moment.
Ist der Tag in helles Licht getaucht.
Der Frühling ist da!
Er lässt sich nicht aufhalten.
Du wendest dich ab.
Vom Fenster.
Ein wenig fröstelt dich doch.
Frühling.
Wohin das Auge reicht!
Frühling!
Und alles blüht.
Selbst auf deiner Fensterbank.
Orchideen.
Und die kleinen, stacheligen Kakteen.
Rosa und gelb.
Frühling…
Du willst es nicht realisieren.
Noch nicht so recht.
Trauer lebt in dir.
Manchmal heftig.
Wie ein Frühlingsgewitter.
Das das Land mit Schnee bedeckt…
Doch wenn die Sonne kommt.
Ist der Schnee schnell ihre Beute.
So ist es mit dem Kummer.
Du kannst nicht immer reden.
Darüber.
Du machst aus deinem Herzen.
Eine Mördergrube.
Bisweilen.
Aber du willst dich nur schützen…
Und das Eis in dir.
Es schmilzt wieder…

Das Leben.
Ein Wunder.
Es ist ein Wunder.
Dass du lebst.
Dass du denken kannst.
Und träumen.
Und all das in Worte fassen.
Und an andere weitergeben…
Teilen…
Das sagst du dir oft.
Kann das Leben einfach aus sein?
Ausgelöscht?
Wie eine Kerze?
Kann so viel Feuer vergehen?
Wie ein Lichtblitz?
In der Unendlichkeit?
Mitnichten.
Das Leben.
Ein Wunder.
Es kommt weder aus dem Nichts.
Noch kehrt es dorthin zurück.
Denn.
Aus nichts kann nichts werden…
Ein Stück blauer Himmel.
Aber die Macht der Sonne.
Sie bricht wieder…
Bald wird es regnen.
Der Wind.
Er rüttelt die mächtige Fichte.
Und sie beugt sich…
Jeder muss sich beugen.
Im Sturm des Lebens…

Vivienne

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