Du sagst

Du siehst mich an.
Tränenspuren im Gesicht.
Dein Blick ist todtraurig.
Und die Stimme zittert.
Während du redest.
Einen Monolog fast…
Du sagst.
Es tut dir Leid.
Und dass du mir nicht wehtun wolltest.
Nie.
Und die andere.
Sie bedeutet dir nichts.
Du wolltest es nur wissen.
Dass du ein toller Kerl bist.
Und dass du sie haben kannst…
Aber du liebst sie nicht.
Nein.
Und du wirst sie nicht mehr sehen.
Das schwörst du mir.
Du liebst mich.
Nur mich.
Und ich muss zurückkommen.
Unbedingt.
Denn du kannst nicht leben.
Ohne mich.
Du brauchst mich.
Wie die Luft zum Atmen.
Und ohne mich…
Hätte alles keinen Sinn.

Du sagst es.
Immer wieder.
Du wirkst wie eine Trauerweide.
In deiner Gestik.
Wie eine Fahne auf Halbmast.
Und da sind tatsächlich ein paar Tränen.
Sie laufen über dein Gesicht.
Und du sagst.
Ich möge dir doch endlich vergeben!
Endlich…
Ich beobachte dich.
Als wäre ich nicht ich.
Ganz distanziert.
Und ich kenne dich.
Lange und gut.
Und ich weiß.
Du glaubst, was du sagst.
Und dennoch ist es Lüge…
Nicht dass du bewusst lügst.
Nein.
Du trägst die Lüge einfach in dir.
Und du belügst mich.
Seit wir zusammen waren.
Du sagst nur.
Was du meinst sagen zu müssen.
Um mich umzustimmen.
Was du immer gesagt hast.
In all den Jahren.
Und nichts davon ist echt.
Du betrügst mich immer.
Nicht das erste Mal.
Du bezirzt doch jede Frau.
Denn eine ist dir nicht genug.
Was immer du auch sagst…

Du sagst so viel.
Ich höre es kaum noch.
Ich will es gar nicht hören.
Weil es nie wahr sein wird.
Und weil du mich nervst.
Und weil ich genug von dir habe.
Du sagst.
Dass wir es doch immer so schön hatten.
Miteinander.
Doch schön hattest es nur du.
Du hast dich nie um mich gekümmert.
Was ich fühlte.
Was ich dachte.
Wie du mir wehgetan hast.
Denn für dich gibt es nur einen.
Und das bist du.
Du allein.
Deine Bedürfnisse.
Deine Träume.
Deine Wünsche.
Ich bin dir doch egal!
Du sagst.
Ich soll doch nicht so hart sein.
Aber ich streite nicht mehr mit dir.
Such dir eine andere!
Die dir putzt und kocht.
Die deinen Machismo erträgt.
Und die die Beine für dich breit macht.
Obwohl du sie bescheißt.
Ich bin es leid!

Du sagst nichts mehr.
Du siehst auch nicht mehr weinerlich aus.
Eher erstaunt.
Und ein wenig wütend.
Du sagst nichts mehr.
Denn ich schicke dich weg.
Weit weg.
Für immer.
Ich will dich nicht mehr sehen.
Ich will nicht mehr hören.
Was du sagst…

Vivienne

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