Ein kurzes Leben… – Gedankensplitter

Ich beobachte sie.
Die Fliege.
Schon die ganze Zeit.
Wie sie fliegt.
Wie sie.
Ihre Runden zieht.
Sich.
Auf meinen Fuß setzt.
Und kitzelt.
Dann auf die Hand.
Sie putzt.
Ihre Beine.
Lässt sich nieder.
Auf den Bananen.
In der Obstschüssel.
Mein Blick.
Er folgt ihr.
Wie sie klettert.
Auf.
Der Fensterscheibe.
Ein kleines Geräusch.
Fast unmerkbar.
Ein Sprung.
Ein Tatzenschlag.
Geschickt.
Befördert Petite.
Meine Katze.
Das Tierchen.
Ins Maul.
Dann kaut sie.
Mit Ausdruck.
Höchsten Appetits.
Danach.
Legt sie sich wieder.
Auf den Kratzbaum.
Schließt die Augen.
Döst…

Keine fünf Minuten.
Ist es her.
Da war die Fliege.
Sehr lebendig…
Pech für sie.
Dass meine Katze.
Sie fing.
Und verzehrte.
Ein natürlicher Feind.
Aber…
Selbstverständlich.
Hätte ich die Fliege.
Auch erschlagen können.
Mit der Fliegenklatsche.
Oder sie.
Mit dem Insektenspray.
Vertilgen können…
Oder aber auch.
Hätte sie.
Durch den Spalt.
Des gekippten Fensters.
Entfliehen können.
In die Natur…
In die Freiheit…
Eine Fliege.
Lebt gefährlich.
Zweifellos.

Schnell.
Kann es aus sein.
Nicht nur.
Für eine Fliege…
Das Leben.
Es ist…
Lebensgefährlich.
So sagte.
Ein kluger Mensch.
Erich Kästner.
All zu oft.
Denken wir.
Nicht daran.
Und.
Das ist gut.
Denn der Tag.
Der bewusste.
Er kommt.
Früh genug.
Man belastet sich nur.
Damit.
Und überdies.
Sollte man.
Doch.
Einfach leben.
Ganz besonders.
Und vor allen Dingen…
Die Fliege.
Sie ahnte nichts.
Von ihrem.
Schnellen Tod.
Gnädig.
Und doch auch.
Grausam…

Vivienne/Gedankensplitter

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