Selbstschutz – Gedankensplitter

Du schimpfst mich oft.
Ich könne nicht loslassen.
Sagst du.
Mich lösen.
Vom Vergangenen.
All die Menschen.
Die mir Übles getan haben.
Die soll ich vergessen.
Meinst du.
Ihnen vergeben.
Nicht mehr daran denken…
Ich weiß.
Du meinst es gut.
Mag sein.
Dass es dir leichter fällt.
Zu vergeben.
Jeder Mensch.
Er fühlt anders.
Reagiert anders.
Lernt anders.
Das Leben.
Es lehrt jeden.
Seinen Weg.
Und ich.
Ich bin anders.
Weißt du.
Und die Menschen.
Die mir Schlechtes wollten…
Ich halte mich lieber.
Fern von ihnen.
Als so zu tun.
Als wäre alles gut…

Denn.
So einfach loslassen.
Das kann niemand.
Vor allem das Schlechte…
Vor allem das Schlimme…
Du weißt ja.
Mein Vater starb.
Vor einiger Zeit.
Und diese Wunde.
Sie schmerzt mich noch.
Immer wieder.
So einfach zu tun.
Als wäre alles vorbei.
Jetzt.
Wo er tot ist.
Und nicht mehr leiden muss…
Das kann ich nicht.
Das kann niemand.
Es gibt Tage.
Wenn das Leid.
Mich überwältigt.
Und der Stachel des Schmerzes.
Er durchbohrt mich.
Wie ein Messer.
Würdest du sagen?
Das auch?
Das darf nicht mehr sein?

Mit all den Leuten.
Die mich verletzt haben…
Verhält es sich ähnlich.
Die Wunden.
Die sie mir geschlagen haben.
Die heilen nicht morgen.
Und nicht in drei Wochen.
Es dauert.
Und selbst dann.
Wenn diese Wunden heilen.
Ist das Unrecht durch diese Menschen.
nicht ungeschehen.
Nicht verschwunden.
Ich vermag nicht abzustreifen.
Was in Jahren verbrochen wurde.
An mir.
Narben.
Die bleiben.
Ich bin kein Heiliger.
Ich stehe dazu.
Aber diese Leute.
Sie verdienen meine Achtung nicht.
Und keinen Respekt.
Ich kann nicht ungeschehen machen.
Was passiert ist.
Aber gegen diese Leute.
Gegen den Sturm und das Unwetter.
Die sie gebracht haben.
In mein Leben.
Werde ich.
Einen Schirm aufspannen.
Zu meinem Schutz…
Für immer!

Verstehst du?

Vivienne/Gedankensplitter

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