Reminiszenzen – Gedankensplitter

Regen.
Schon den ganzen Tag.
Leichtes Rauschen.
Eintönig.
Leichter Wind.
Die Katze.
Sie klettert auf meine Schulter.
Gleitet hinunter.
Geschickt.
Über meine Brüste.
Und besetzt mich.
Eiskalt.
Sie sieht mich an.
Unwiderstehlicher Blick.
Lautes Schnurren.
Berechnend eingesetzt…
Ich schmuse mit ihr.
Ergebe mich kampflos.
Hisse die weiße Fahne…
Die Katze schläft.
Auf meinem Schoß.
Die weißen Pfötchen.
Angewinkelt.
Wie ein Hase.
Sonntagabend.
Ich sehe fern.
Ein netter Liebesfilm…
Anspruchslos.

Meine Gedanken schweifen.
Ich denke retour.
Mein Leben.
Zwanzig Jahre.
1991.
Ein neuer Job.
Hochwasser.
Im Salzkammergut.
Genau!
Ich erinnere mich.
Damals regnete es auch.
Eine Schreckschraube von Chefin.
Ein väterlicher Chef.
Der mich nicht für voll nahm.
Ich nicke.
Viele.
Nahmen mich nicht für voll.
In meinem Leben.
Manche.
Haben es bereut.
Und sie realisierten.
Spät aber doch.
Wie stark ich bin…
Freddy Mercury starb.
Am 24. Oktober 1991.
Und Jahre später.
Begann eine Freundschaft.
Wegen Freddy Mercury.
Sie scheiterte.
Dreieinhalb Jahre später.
Wegen eines anderen Freddy.
Und ich begriff.
Dass die Freundin nichts taugte.
Alles nur Lüge…

Es regnet noch immer.
Die Katze frisst.
Und leckt sich das Schnäuzchen.
Es war gut.
Wie es kam.
Das ist es immer.
Nur dauert es lange.
Bisweilen.
Bis man es merkt…
Der andere Freddy.
Der alte Depp.
Der mich belästigte.
Weil er glaubte.
Ich würde schlafen mit ihm…
Ich lache.
Laut.
EUR 100,00.
Für sein dummes Gesicht.
Als er begriff.
Dass er mich nicht haben würde.
Nie.
EUR 100,00.
Das ist viel Geld für mich.
Aber es wäre es mir Wert.
Sein saudummes Gesicht…
Und das manch anderer….
Aber egal.
Die Katze gähnt.
Dann springt sie wieder.
Auf meinen Schoß.
Ja.
Du bist der Gebieter.
Der einzige…!

Vivienne/Feuerlillie

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