Feuer – Gedankensplitter

Du wirst wach.
Und das Durstgefühl in dir.
Übermächtig.
Du stehst auf.
Läufst in die Küche.
Trinkst Wasser.
Ein Glas.
Nach dem anderen…
Du rülpst.
Lange Nacht.
Gestern.
Irgendwie.
Musstest du deinen Kummer ertränken.
Betty.
Sie hatte dich verlassen.
Nicht das erste Mal.
Aber diesmal für immer.
So scheint es.
So scheint es…
Noch ein Glas Wasser.
Dein Kopf dröhnt.
Und deine Hände.
Sie zittern…
Unter der Dusche.
Fühlst du dich besser.
Das kalte Wasser…

Du frühstückst.
Kaffee.
Und Toast.
Und deine Hände.
Sie zittern noch immer.
Gestern Mittag.
Der Streit mit Betty.
Du warst spät aufgestanden.
Und sie hatte geschrien.
Dass sie genug hätte.
Von dir.
Dass du dir Arbeit suchen solltest.
Endlich.
Und dass du ein Trinker wärst.
Ein elender Trinker!
Du?
Ein Trinker?
Lächerlich.
Du.
Betäubst nur deinen Frust damit.
Und deine Enttäuschungen.
Sehr viel.
In der letzten Zeit.
Sehr viel…
Aber Betty.
Sie verstand dich nicht.
Ausreden!
Schrie sie.
Nur Ausreden!
Und sie hatte dich verlassen…

Nein.
Du brauchst keinen Alkohol.
Sagst du dir.
Es ist ganz einfach.
Ohne Alkohol zu sein.
Nicht wahr?
Du zeigst es Betty!
Deine Hände zittern.
Und du schwitzt.
Schon den ganzen Tag.
Das schwüle Wetter…
Meinst du.
Es macht dich verrückt.
Völlig.
Und diese Unruhe.
Die dich gepackt hat.
Als würde ein Feuer lodern.
In deinem Innersten.
Und dich auffressen.
Nach und nach.
Du läufst ins Bad.
Wäscht dir das Gesicht.
Eiskalt.
Um dich zu beruhigen.
Du blickst auf.
Deine Hände zittern.
Was ist los mit dir?
Was?
Du weißt es.
Als du zum Kühlschrank gehst.
Und dir ein Bier holst…
Fast trotzig.

Aber ein Trinker…
… bist du niemals!

Vivienne/Gedankensplitter

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