Der Märchenprinz – Gedankensplitter

Der Abend.
Er kriecht träge.
Die Fenster beschlagen.
Und der Kaffee.
Er ist kalt geworden.
Dieter Bohlen.
Ätzt im TV.
Ich selber.
Nur mit halbem Ohr dabei.
Fernsehen.
Kann öde sein…
Ein strahlend schöner Tag.
Ist vorbei.
Eine Sonne.
Wie sie sein soll.
Hell.
Strahlend.
Unwiderstehlich.
Man könnte sich verlieben.
In sie.
An Tagen wie heute.
Ja.
Das könnte man.
Und ein Hauch von Sehnsucht.
Wohnt in mir.
Breitet sich aus.
Und erfüllt mein Denken.
Mein Ich…

Ich träume ein wenig.
Während.
Das TV-Gerät plärrt.
Der Märchenprinz.
Er reitet zu mir.
Auf seinem edlen, dunklen Ross.
Seine Rüstung glänzt.
Und sein Gesicht.
Es ist bedeckt.
Von einem Visier.
Er tritt heran an mich.
Und beugt sich vor mir…
Drei Fragen.
Habe ich an ihn.
Drei Fragen.
Katze oder Hund?
Ist die erste.
Und seine Augen.
Sie blicken mich an.
Ungläubig…
Hund.
Antwortet er.
Schließlich.
Und ich frage weiter.
Rose oder Kaktus?
Und der Ritter.
Er schüttelt den Kopf.
Kurz.
Dann seine Antwort.
Rose.
Ich nicke.
Und dann.
Meine dritte Frage.
Berge oder Strand und Meer?
Der Ritter.
Er kratzt sich an seinem Helm.
Berge?
Seine Antwort.
Sie klingt fragend…
Ich grinse ihn an.
Alles falsch.
Herr Ritter.
Alles falsch.
Sie sind nicht Mr. Right…

Ein riesiger Knall.
Und der Ritter.
Er trägt keine Rüstung mehr.
Sondern eine Radlerhose.
Und ein T-Shirt.
Sein schwarzes Ross.
Es hat sich verwandelt.
In ein Fahrrad.
Er sieht mich an.
Verständnislos.
Dann besteigt er sein Fahrrad.
Und radelt davon.
Ich grinse ihm nach.
Die Fahrradklingel.
Sie tönt in meinem Ohr.
Noch eine ganze Weile.
Bis ich merke.
Dass die Werbung läuft.
Ganz laut.
Es ist fast Mitternacht.
Eine Stunde.
Habe ich geschlafen.
Sicher.
Und der merkwürdige Ritter.
Er ist verschwunden.
Mit seinem Drahtesel…
Auf der Suche.
Nach einer neuen Prinzessin…

Vivienne/Gedankensplitter

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