Samstagnachmittagsphilosophie… – Gedankensplitter

Samstagnachmittag.
Regen.
Eine Tasse Kaffee.
Ein wenig Naschereien.
Tut mir gut.
An einem grauen Tag.
Leichte Melancholie.
Liegt in der Luft.
Und ein wenig Sehnsucht.
Nach dem Frühling…
Manchmal.
Da bin ich verletzt.
Fast ohne Grund.
Und ich weiß nicht.
Warum.
Oder.
Es sind die Hormone.
Ganz einfach.
Noch ein Schluck Kaffee.
Die Katze.
Sie klettert auf die Wohnwand.
Ihr Glöckchen am roten Halsband.
Es schellt.
Es klingt fröhlich…
Wieder Gedanken.
Das Leben.
Es wird nicht einfacher.
Je länger wir leben.
Nein.
Es wird schwieriger.
Härter.
Und verstehen.
Werden wir es nie.
Wie denn?

Das schmerzt.
Ständig schwimmen.
Damit ich nicht untergehe.
Ich komme nicht zur Ruhe.
Wasser schlucken.
Muss ich genug.
Ohnedies.
Die Strömung.
Sie ist gefährlich.
Oft.
Manchmal.
Da reißt sie mich mit.
Untiefen.
Wirbel.
Strudel.
Brandende Wellen…
Oder klar.
Ruhig.
Sanfte Bewegung.
Leises Plätschern…
Ich schiebe sie weg.
Die Bilder.
Von wogender See.
Bei Sturm…
Und ruhigem Meer.
An einem Sommertag…

Wie erlangt man die Reife?
Trotz all des Unrechts?
Das einem widerfährt?
Kein Misantrop zu werden?
Ich meine.
Es ist unmöglich.
Und irgendwie.
Wenn ich die Menschen anblicke.
Denn sehe ich.
Bis an den Grund ihrer Seelen.
Ich lese ihre Absichten.
Ich lese.
Zwischen ihren Lügen durch.
Ich mag sie nicht.
Eigentlich.
Niemand.
Ist echt.
Nicht der Schmeichler.
Den ich von früher kenne.
Nicht die Männerfresserin.
Die nur freundlich ist.
Wenn sie etwas braucht.
Ich durchschaue sie.
Alle.
Jeden.
Und das ist furchtbar…

Vivienne/Gedankensplitter

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