Hinter der Maske der Belanglosigkeit

Du hast oft Kopfweh.
Aber du lässt dir nichts anmerken.
Gar nichts.
Du hast gelernt dich zu verstellen.
Früher.
Da konntest du das nicht.
Nicht so gut.
Aber wenn du ehrlich bist.
Du bist in ein Leben geschlüpft.
In ein Gehabe.
In ein fremdes Wesen.
Fast schon.
Das alles war dir früher fremd.
Nun redest du normal.
Während dich die Sorge quält.
Ja.
Sie quält dich.
Und trotzdem schläfst du.
Tief und fest.
Als würde dich nichts belasten.
Gar nichts.
Du tust.
Als ob nichts wäre.
Nicht nur vor den anderen.
Die dir nichts bedeuten.
Sondern auch vor dir selbst…

Ein paar Leute.
Sie wissen Bescheid.
Aber du posaunst nichts aus.
Nicht wie früher.
Du redest dir selten von der Seele.
Du frisst hinein.
Die meiste Zeit.
Und dein Körper…
Er weint.
Blutige Tränen.
Ja.
Wie schon einmal.
Es belastet dich.
Und doch.
Du verdrängst.
Weiter.
Was könntest du auch tun?
Medikamente nehmen?
Deine Seele.
Sie braucht ein Ventil.
Du kannst nicht mehr vertrauen.
Die meisten.
Sie können dir gestohlen bleiben.
Traurig.
Aber wahr.
Du lieferst dich nicht aus.
Nicht mehr.
Die wenigsten taugen etwas…
Die wenigsten…
Und selbst bei denen…
Da hast du manchmal Zweifel.

Das Leben.
Es ist zweischneidig.
Deutlicher hast du es nie gefühlt.
Wer versteht dich?
Du fragst es dich oft.
Wenn du ehrlich bist.
Manchmal.
Da verstehst du dich selber nicht.
Du streitest es gar nicht ab.
Verborgenes.
Hat Besitz von dir ergriffen.
Von dem du nicht ahntest.
Dass es in dir wohnt…
Aber es ist Teil von dir.
Lebendig…
Manchmal.
Da wirfst du die Nerven weg.
Keiner merkt es.
Wie beim Anruf der Frau heute.
Sie war so fertig.
Weil ihr Mann so krank ist…
Minuten fiel die Fassade ab.
Von dir.
Für Minuten.
Selbst deine Stimme brach.
Aber niemand hat etwas gemerkt.
Niemand.
Und das ist gut so!

Vivienne

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