Ein seltsamer Frühling

Plötzlich.
War er wieder da.
Der Frühling.
Ganz unerwartet.
Die Luft ist lau.
Auch wenn Wolken am Himmel sind.
So wie heute.
Spürt man die Kraft des Frühlings…
Und doch…
Für mich ist alles anders.
Wird nie mehr sein.
Wie es wahr.
Wie noch einmal geboren.
In einer neue Welt.
In eine kältere.
Ich friere.
Und ich bin müde.
Die Vögel.
Horch!
Sie stimmen ihr Konzert an…
Eigentlich.
Lacht mich die Welt an.
Aber ich lächle nicht zurück.
Nein.
Der Schmerz ist zu groß…

Was für eine Welt ist das nur!
Als wäre ich erwachsen geworden.
Noch einmal.
Auf eine markante Weise.
Schmerzhaft.
Wie eine lange Geburt.
Kompliziert…
Ich trage frische Farben.
Grün und weiß.
Meine blonden Locken.
Die zerzaust der Frühlingswind.
Aber wer genau hinsieht.
Der merkt.
Meine Lider sind geschwollen.
Vom heimlichen Weinen.
Während ich mir keine Blöße gebe.
Nach außen hin.
Ich beiße die Zähne zusammen.
Und tue so.
Als ob nichts wäre…
Als ob nichts wäre!
Manchmal.
Da möchte ich schreien.
Aber es hat keinen Sinn.
Und so mache ich weiter.
Scheinbar ungerührt…

Die Wolken reißen auf.
Ein wenig blauer Himmel.
Ein paar Sonnenstrahlen noch.
Der Tag.
Er neigt sich gegen Abend.
Und ich gähne.
Verhalten.
Verlust.
Abschied.
All das tut weh.
Vor allem.
Wenn es für immer ist…
Aber niemand stirbt.
Für immer.
Wenn er weiterlebt.
In den Gedanken der anderen.
So ganz bestimmt!
Wenn man Erinnerungen teilt.
Wird alles wieder lebendig.
Als wäre es nie vergangen…
Was für ein seltsamer Frühling!
Was für ein trauriger Frühling!
Die kalte Hand des Todes.
Sie liegt über diesen Tagen.
Vielleicht.
Erinnert mich nun jedes Frühjahr.
An den Tod.
Zumindest für so manches Jahr..
Die Wolken.
Sie ziehen wieder zu.
Der Tag geht zu Ende…

Vivienne

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