Gedanken zur Heirat

Ironische Überlegungen über die Ehe

Nein, nein, an Heirat denk ich nicht.
Und dieses NEIN, das hat Gewicht.
Natürlich träum’ ich von der Liebe,
und dass ich doch noch einen kriege,

der altersmäßig zu mir passt,
und mich ganz einfach ICH sein lasst…
Der ungewöhnlich, nett und lieb,
und der sein Herz mir ehrlich gibt.

Doch warum gleich vor den Altar?
Mir scheint das etwas sonderbar!
Die Ehe – eine Riesenlast,
und völlig sinnlos, wenn’s doch passt.

Wenn ihr mich mal ganz offen fragt,
dann sei euch offen auch gesagt:
Überholt ist längst die Ehe,
so wie ich die Dinge sehe!

Bestimmt auch wider die Natur,
man denk’ an Scheidungsquoten nur!
So viele lassen sich noch trauen,
fast schon mit kindlichem Vertrauen.

Und Jahre später Quälerei –
Die Liebe ist dann längst vorbei.
Es kostet Geld nun wegzugehen,
das doch die Anwälte nur sehen.

Zerstört, was einmal ganz Gefühl –
Mir wäre das so doch zu viel…
Kommt Liebe noch einmal zu mir,
ein lieber Mann klopft an die Tür,

mit dem viel Leidenschaft ich teile,
und bei dem ich einfach gern verweile,
nett und süß und nicht zu alt…
dann klammer ich nicht mit Gewalt!

Wenn die Gefühle wieder weichen,
Möcht’ ich die Hand zum Abschied reichen.
Und einfach ganz von vorn anfangen,
nicht noch um Alimente bangen.

Herumzukämpfen, Ärger kriegen,
um wie der Pyrrhus dann zu siegen…
Nein, den Trauschein brauch ich nicht.
Die Ehe – bringt’s nicht sicherlich.

Wer dennoch wagt, er mög’ es machen.
Ich kann mir dann ins Fäustchen lachen:
frei wie ein Vogel, ungebunden,
aller Sklaverei entbunden.

Und niemand schafft mir nachher an,
wie ich die Haare tragen kann,
ob nicht die Schuhe doch zu spitz,
oder Rot zu wählen wär’ ein Witz…

Ich bin wohl nicht dafür geboren,
bin für die Ehe nicht erkoren.
Allein zu sein mag schwierig sein,
doch Ehejoch, das ist zum Schrei’n!

Das klein’re Übel ich gewählt,
weil Freiheit doch am meisten zählt…
Für wen das großer Hombug ist,
der ist verheirat’, sicherlich? J

Ein jeder tu, was er nun mag,
ein jeder lieb’, wen er ertrag’,
ein jeder leb’ sein savoir vivre,
so wie er sich am besten fühle…

Vivienne

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