Ich liebe das Meer.
In allen Facetten.
Wenn im Sommer Lichtreflexe aufblitzen.
Oder es einfach nur sanft wogt.
In herrlichen Farben.
Türkis.
Blau.
Oder mit weißer Gischt.
Wenn es sich aufbäumt.
Fast zornig.
Und grollt.
Oder wenn es fast still ist.
Und klar.
Und man am Ufer fast bis zum Boden sieht.
Ich liebe das Meer.
Wenn es mich streichelt.
Zärtlich berührt.
Mit seinem salzigen Geschmack.
Und den herrlichen Muscheln.
Die ich gern sammle.
Stundenlang.
Könnte ich spazieren gehen.
Am Strand.
Eine sanfte Brise im Gesicht.
Und die Sonne am Himmel.
Prachtvoll.
Den weichen Sand unter den Füßen…
Manche liebe die Berge.
Mich machen sie schwermütig.
Auf Dauer.
Nur Felsmassiv.
Wohin das Auge reicht.
Ich fühle mich nicht wohl.
Eingesperrt.
Zwischen hohen Gipfeln.
Verloren.
Unter einer Sonne.
Die später kommt.
Und früher geht.
Und verlassen.
In einem Winter voller Schnee.
Der nie mehr zu gehen scheint.
Und ich friere.
Ich verkümmere…
Ich mag gar nicht daran denken.
Viel lieber.
Betrachte ich die Wolken am Himmel.
Und stelle mir vor.
Es wären Segelschiffe.
Auf dem Meer…
Jeder.
Hat so seine Bestimmung.
Meine ist das Meer.
So unberechenbar wie das Meer.
Bin auch ich…
Mal sanft und fast lieblich.
Dann wieder ungestüm.
Und cholerisch.
Ich bin wie das Meer.
Und keiner weiß so Recht.
Ob er dem Frieden trauen kann.
Oder ob ich ihm bald Wellen schicke.
Hohe Wellen.
Vielleicht.
Mache ich manchen Angst.
Das will ich gar nicht.
Ich verteidige nur.
Meine Grenzen.
Und schütze mein Innerstes.
Wer würde das nicht tun?
Ich zeige jedem die Seite.
Die er verdient.
Und wer mich achtet.
Dem zeige ich mich.
In Sommer-Sonne-Laune…
Vivienne/Gedankensplitter
