Liebe kann man nicht zwingen

Manchmal.
Wenn du sie siehst.
Wenn sie an dir vorbei geht.
Als würdest du nicht existieren.
Dann ballst du die Fäuste.
Und presst die Lippen zusammen.
Ihr wart einmal befreundet.
Mehr als das.
Alles habt ihr euch anvertraut.
Aber nun.
Eisregen.
Seit so langer Zeit.
Sie ist noch immer wütend auf dich.
Mehr als das.
Sie verachtet dich.
Und das letzte.
Was sie dir sagte.
Voller Wut.
War.
Dass du zu weit gegangen bist.
Viel zu weit.
Und du sollst ja nicht auf die Idee kommen.
Dich in ihr Leben einzumischen.
Noch einmal.
Ihre Männer.
Die sucht sie sich selber aus!

Dabei.
Hattest du es nur gut gemeint.
Als sie ihre Probleme bekam.
Finanziell.
Und überhaupt.
Eine unglückliche Liebe.
Und so viel abgenommen hatte sie.
Ihren Typ verändert.
Und sich selbst.
Sie litt.
Ein Schatten ihrer selbst.
In dieser Metamorphose.
Und da wolltest du ihr helfen.
Da war dieser Mann.
Den du kanntest.
Nicht mehr jung.
Ein echter Patriarch.
Kinder und Enkel.
Und seine Frau.
Die war gestorben.
Und da kamst du auf die Idee.
Deine Freundin.
Sie könnte ihn doch wieder glücklich machen.
Und er sie!
Dass sie nur jüngere Männer wollte.
Das wusstest du.
Das hatte sie immer gesagt.
Aber der alte Herr.
Mit seinem Feuer.
Der würde sie schon bekehren.
Schließlich.
Hattest du ihn selber ausprobiert.
Ein paar Mal.
Und du hast ihn deiner Freundin vergönnt!
Von Herzen!

Aber sie.
Sie wusste das nicht zu schätzen.
Sie ging zwar auf ein Treffen.
Das du arrangiert hattest.
Aber dein Bekannter.
Er hatte es eilig.
Er wollte zur Sache kommen.
Schnell.
Doch deine Freundin.
Zuckte aus.
Wurde wütend.
Ließ ihn stehen…
Du hast es nicht verstanden.
Dass sie so reagiert hat.
Irgendwie altbacken.
Wie sich wehrte.
Gegen eine Liebesnacht.
Gleich beim ersten Date.
Und doch.
Sie wollte ihn nicht mehr sehen.
Obwohl du versucht hast.
Ihr zuzusetzen.
Geschickt.
Trickreich.
Schlau.
Nichts half.
Nicht nur das.
Dein hübscher, kleiner Plan.
Flog auf.
Weil sich jemand verplapperte.
Den Rest konnte sie sich denken…

Nein.
Sie wäre nicht interessiert.
An einem alten Herrn.
Der sie alt gemacht hätte.
Und zur Großmutter.
Obwohl sie doch jünger geworden war.
Und sich so verändert hatte.
Sie war doch nicht scharf!
Auf den erst besten Mann!
Sie schlafe nicht mit jedem.
Liebe.
Sex.
Heiraten.
Was dir eigentlich im Kopf herumging?
Ob du völlig durchgedreht wärst?
Doch nicht der!
Nie im Leben!
Jedes Wort tat dir weh.
Doppelt weh.
Denn dein Bekannter.
Er hatte auch genug von dir.
Seither.
Und manchmal.
Da spürst du Wehmut.
Weil du es so gut gemeint hast mit allen.
Und mit dir…

Vivienne/Gedankensplitter

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