Ich suchte dich

Ein Mensch allein.
Unfertig.
Wie ein halbes Stück.
Dem etwas zum Ganzen fehlt.
So war ich.
Auf der Suche.
Nach dem Mann für’s Leben.
Doch alles.
Was mir das Leben bot.
Gefiel mir nicht.
Macht mich unglücklich.
Mal früher.
Mal später.
Aber nie wirklich sicher.
Nie erfüllt.
Immer.
Blieb diese Leere.
Immer.
Wollte ich mich losreißen.
Weil ich nicht mehr konnte.
Ich suchte dich.
So lange schon.
Ich suchte dich.
Mein ganzes Leben.
Aber ich fand dich nicht…

Gibt es keinen?
Der wirklich zu mir passt?
Mit meinen Eigenheiten?
Immer nur anpassen?
Was bekam ich nicht zu hören!
Du redest zu viel.
Du bist dominant.
Du musst Kompromisse machen.
Nimm endlich ab!
Aber keiner sagte.
Sei, wie du bist!
So, und nicht anders.
Unverfälscht.
Gerade.
Offen…
Ich wollte mich verbiegen lassen.
Im Namen der Liebe.
Und begriff irgendwann.
Unzählige Blessuren später.
Die Liebe fordert nicht.
Sie nimmt…
Aber das mit ganzem Herzen.
Und das was sie bekommt.
Und kein künstliches Abbild…

Ich suchte dich.
Mein ganzes Leben.
Und suchte die Schuld bei mir.
Dass ich dich nicht fand.
Bis ich genug hatte.
Und mich zurückzog.
Ich wollte nicht mehr sein.
Wer ich nun mal nicht war.
Ich wollte nicht verzichten.
Auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
Weil ich nun mal nicht leben konnte.
Was andere in mir sehen wollten.
Mit Brachialgewalt.
Ich suchte dich nicht mehr.
Und ich wollte die Liebe vergessen.
Und plötzlich warst da du.
Unvermittelt.
Der.
Den ich mein Leben lang gesucht hatte.
Und ich fand dich.
Wie ich war.
Unverbogen.
Spröde.
Schwierig.
Ich fand dich.
Weil du nichts aus mir machen wolltest.
Außer mich selbst…

Ich habe dich gefunden…

Vivienne/Gedankensplitter

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