Ich erwarte mir nichts.
Nichts von dir!
Nein.
Gar nichts.
Keine Sorge!
Ich werde nie dastehen…
Dastehen und fordern…
Mir genügt, was ist.
Das ist besonders.
Das ist schön.
Und so kostbar.
Dein Lächeln tut so gut.
Dein Händedruck ist weich und doch fest.
Zum Anhalten.
Und dein Rasierwasser.
Es duftet herrlich.
Herb.
Du bist ein richtiger Mann.
Und manchmal.
Wenn du mich manchmal ansiehst…
Möchte ich mich in deinem Blick verlieren…
Aber verstehe mich nicht falsch.
Du musst mir nichts geben.
Nichts…
Du weißt schon.
Wir sind Freunde.
Und wir werden es immer sein.
Das wünsche ich mir.
Mehr als alles andere.
Ich möchte dir nur nahe sein.
Mit dir lachen.
Und Gedanken austauschen.
Du bist so klug.
Ich sehe auf zu dir.
Und ich höre dir auch gerne zu.
Wenn du erzählst.
Von dir…
Im Sommer sitzen wir bisweilen im hohen Gras.
Nebeneinander.
Und ich habe die Knie hochgezogen.
Und umfasse sie mit den Armen.
Und du redest.
Du zeigst mir vieles.
Wie man auf einem Grashalm pfeift.
Oder wie die vielen Blumen heißen.
Und die Gräser.
Ich höre dir zu.
Mit offenen Ohren.
Und träume ein wenig.
Ich bin glücklich.
Immer könnte ich so sitzen.
Bei dir.
Dir nahe zu sein.
Und mich daran zu freuen.
Einfach so.
Dass du da bist.
Dass du mich wahrnimmst.
Dass ich dir wichtig bin.
Und mehr verlange ich nicht.
Nein.
Manchmal sehe ich dich ein paar Wochen nicht.
Wir leben so weit auseinander.
Viel zu weit.
Es tut weh.
Aber ich zeige es nicht.
Ich rufe dich nicht an.
Ich melde mich nicht.
Schließlich.
Ich möchte mich nicht aufdrängen.
Du sollst nicht das Gefühl haben.
Dass ich mich in dein Leben dränge.
Das möchte ich nicht.
Niemals!
Ich möchte dir nur nahe sein.
Ab und zu.
Dieses Glück spüren.
Voll und ganz.
Dann.
Wenn du es möchtest.
Und sonst nichts…
Vivienne/Gedankensplitter
