Schuldig! – Gedankensplitter

Konrad schloss.
Die Tür ab.
Er hatte.
Die Faust geballt.
Eben hatte er.
Erwin.
Rausgeworfen.
Ein Bekannter.
Er hatte sich.
Selbst eingeladen.
Und bei Espresso.
Hatte er ihn, Konrad.
Um Geld.
Gebeten.
Einen Kleinkredit!
Die Alimente.
Für die Kinder!
Sie fressen.
Mich auf.
Und das Auto.
Muss repariert werden.
Bitte…
Nur EUR 1.200!
In zwei Monaten.
Zahle ich es.
Dir zurück.
Dann habe ich.
Wieder Luft.

Konrad war.
Erstarrt.
Bei diesen Worten.
Geld leihen…
Erwin?
Der schon…
Überall…
Schulden hatte…
Bei seinen Freunden?
Nie!
Wie mit einer…
Unsichtbare Mauer.
Schottete er sich ab.
Von Erwin.
Er, Konrad.
Brauchte.
Sein Geld selber.
Eine neue Küche!
Wollte er kaufen.
Im Sommer.
Das Geld.
Das Erwin forderte.
Brauchte er selber.
Dringend.
Die Küche.
Schon bestellt.
Selbst wenn er…
Gewollt hätte…
Es ginge nicht.
Aber so…
Wollte er.
Gar nicht!
Er wusste genug.
Über Erwin.
Und seine…
Mangelnde Zahlungsmoral!
Erwin hatte aufgedreht.
Als er, Konrad.
Es abgelehnt hatte.
Ihm auszuhelfen!
Du Schuft!
Ich bin dir.
Komplett egal!
Du lebst alleine!
Keine Kinder!
Wie soll ich es.
Nur schaffen?

Natürlich…
Wusste er, Konrad.
Auch nicht.
Wie Erwin.
Es schaffen sollte.
Aber war das…
Sein, Konrads, Problem?
Er war.
Kein Unmensch.
Bestimmt nicht.
Aber war es nicht…
Unverschämt.
Von Erwin.
Mit der Mitleidsschiene.
Einen Kredit…
Zu erzwingen?
Niemand lieh mehr.
Geld an Erwin.
Man wusste.
Er würde es.
Nicht zurückgeben.
Nicht in…
Drei Monaten…
Nicht in…
Einem Jahr…
Und trotzdem…
Fühlt er, Konrad.
Sich.
Ein wenig schuldig.
Nach dem er.
Erwin.
Rausgeworfen hatte…
Aber nicht so sehr.
Dass er…
Nachgegeben hätte…

Vivienne/Gedankensplitter

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