Eintopf – Gedankensplitter

Hermann stöhnte.
Als.
Der Wecker.
Zu läuten begann.
06:45 Uhr…
Wie jeden Tag…
Er rasierte sich.
Und betrachtete.
Sein Spiegelbild.
Graue Fäden.
Im Haar.
Und.
Im Bart.
Und die Stirn.
Rückte.
Immer höher…
Er seufzte.
Manche Frauen.
Fanden das.
Interessant.
Er selber…
Weniger…
Er wurde alt…
52 Jahre war er…
Er hatte sich.
Gut gehalten.
Top Figur.
Kein Bauch…
Aber über…
Das Essentielle.
Täuschte das.
Nicht hinweg…
Er sah.
Auf die Uhr…
Die Firma wartete…

Im Auto hörte er.
Musik.
Eine Jazz-CD…
Mit diesem.
Modernen Zeug.
Speziell Hip Hop.
Konnte er.
Gar nichts mehr.
Anfangen.
Eine Zeitlang.
Hatte er sich.
Bemüht.
Mitzuhalten.
Vor allem.
Wegen seiner.
Jungen Freundinnen.
Aber die…
Waren lang weg.
Und er.
Tat sich.
Keinen Zwang.
Mehr an…
Nebel.
Über der Stadt.
Wie ein Eintopf…
Ging ihm.
Durch den Kopf…
Wie sein Leben…
Monotonie.
Des Tages.
Und daheim…
Einsamkeit.
Schon lange.
Keine Freundin mehr…
Die ihm blieb…

Manchmal.
An dieser Kreuzung.
Da wollte er.
Einfach abbiegen.
Richtung Flughafen.
Irgendwohin.
Hier…
Hielt ihn nichts.
Gar nichts.
Und der Alltag.
In der Firma.
Fraß ihn auf…
Er wollte wieder lieben!
Lachen!
Lebendig sein!
Stattdessen.
Erfror er.
In der Tristesse.
Die das Leben.
Mit sich brachte…
Er fühlte sich.
So leer…
Trotzdem.
Als die Ampel.
Grün zeigte.
Fuhr er.
Gerade aus weiter.
Um auch heute.
Geduldig.
Die Hektik.
Seines Chefs.
Zu ertragen…
Und alles andere…

Vivienne/Gedankensplitter

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