Der Patriarch – Gedankensplitter

Horst rasierte sich.
Im Spiegel.
Verfolgte er.
Wie der Rasierer.
Jede Unebenheit.
In seinem Gesicht.
Bezwang.
Und von den Stoppeln.
Befreite.
Fertig…
Prüfender Blick.
After Shave…
Er sah.
Auf das Smartphone.
Er musste.
In die Firma.
Er langte.
Nach dem Mantel.
Schlüpfte.
In die Schuhe.
Die Autoschlüssel.
Und runter.
In die Tiefgarage…
Minuten später.
War er.
Auf der Straße…
Er fuhr.
Routiniert…
Blieb stehen.
An der.
Ersten Kreuzung…
Seine Mutter.
Hatte angerufen.
Gestern Abend.
Großonkel Kurt.
Der Patriarch.
Der Familie.
Feierte.
Seinen 85.!
In bester Gesundheit.
Schon in einem Monat…

Eine lange Diskussion.
Mit seiner Mutter.
Nein.
Ich werde nicht.
Kommen.
Bestimmt nicht.
Die Familie ist groß.
Es wird ihm.
Gar nicht auffallen…

Die Mutter entsetzt.
Das geht nicht.
Es wird.
Ein großes Fest geben.
Einladungen an alle.
Auch an dich.
Wenn Kurt ruft.
Dann kommt man!
Horst hatte gelacht.
Lange und laut.
Ich bin über dreißig.
Ich lasse mich.
Von Onkel Kurt.
Nicht vorführen.
Wie eine Schulbub.
Wenn es ihm.
Gerade einfällt.
Was kann er denn?
Schon tun.
Wenn ich wegbleibe?

Seine Mutter.
Beharrlich.
Du kennst ihn ja.
Er will.
Seine Familie.
Um sich versammeln.
Wer weiß.
Wie oft noch.
Er ist ja schon 85.
Horst hatte sie.
Beschwichtigt.
Kurt wird sicher 100.
Abgesehen davon.
Wir haben nichts.
Zu erwarten.
Von ihm.
Er wird uns.
Nichts vererben.
Bei sechs Kindern.
Die er hat.
Kein Wunder.
Beruhig dich.
Sagt ihm.
Ich bin verhindert.
Beruflich.
Oder…
Dass ich krank bin.
Ich überlasse es euch.
Aber…
Diese Selbstbeweihräucherung.
Muss ich mir.
Nicht antun…
Seid mir nicht bös!

Vivienne/Gedankensplitter

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