Fünfundzwanzig Jahre – Gedankensplitter

Rosa kam heim.
Von der Arbeit…
Ihr Jüngster.
Noch in der Schule…
Hartmut.
Noch in der Firma.
Überstunden.
Wie üblich…
Sie setzte sich hin.
Für einen Moment…
Ende Vierzig.
War sie jetzt.
Im besten Alter…
Eigentlich…
Aber…
Sie fühlte sich.
So leer.
Unendlich müde…
Sie blickte.
Auf die Uhr.
Der Zeiger.
Wie festgemauert…
So…
Fühlte sie sich.
Festgehalten.
Festgekettet…
Ihre Ehe…
Hartmut…
So konnte es.
Nicht weitergehen…
Irgendwann…
Ja was?
Ein Ausbruch?
Ein Zusammenbruch?
Eigentlich.
Liebte sie Hartmut.
Noch immer…
Nach fünfundzwanzig Jahren Ehe…

Eine Tasse Tee.
Ihre Hände zitterten…
Der Jüngste.
War.
Von der Schule heimgekommen.
Auf sein Zimmer.
Sie hörte ihn.
Rumoren.
Ein wenig…
Zwölf.
War sie gewesen.
Als ihr Vater.
Gestorben war.
Das hatte.
Eine Wunde gerissen.
In ihrem Innersten.
Die blutete.
Noch immer.
Zumindest bisweilen.
Und immer.
Die Sehnsucht.
Nach.
Einer intakten Familie.
Um.
Das Manko.
Auszugleichen…
Aus der Kindheit…
Mit zwanzig.
Hatte sie.
Hartmut getroffen.
Sich verliebt.
Und.
Sie war schnell.
Schwanger geworden…

Drei Kinder.
Ein Enkerl.
Seit einem Jahr.
Ein eigenes Haus…
Eigentlich perfekt.
Dieses Glück.
Aber Hartmut.
War kalt geworden.
Abgestumpft.
Im Beruf.
Er war Polier…
Der Druck.
Die Verantwortung.
Die Sorge.
Um den Job…
Gefühllos.
Erschien er ihr.
Immer öfter.
Rosa fühlte sich.
Ungeliebt.
Ungebraucht.
Hartmut.
Wollte nicht.
Reden.
Mit ihr.
Über alles.
Fraß alles rein.
Trank auch.
Zu viel.
Bisweilen…
Und sie selbst…
Wollte ihn verlassen…

Vivienne

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