Eiseskälte – Gedankensplitter

Schwer.
Trenne ich mich.
Vom Bett.
Als der Wecker läutet.
Ungern.
Es ist so warm.
Es ist so kuschelig.
Und draußen.
-13°C.
Zeigt mir.
Das Außenthermometer…
Ich seufze.
Schalte.
Die Kaffeemaschine ein.
Eine Stimme schreit.
Ich will ins Bett!
Sofort!
Ich höre nicht zu.
Schweigend.
Bereite ich mir.
Das Frühstück.
Trinke Kaffee.
Trinke Tee.
Dazu.
Ein paar Stücke Lebkuchen.
Vom Adventmarkt.
Mich freut’s nicht!
Sagt eine Stimme.
Ich drehe mich um.
Da ist aber niemand…
Also stehe ich auf.
Gehe ins Bad.
Ich friere…

Eine Viertelstunde später.
Schlüpfe ich.
In den Mantel.
Setze.
Das Stirnband auf.
Ziehe es.
Über die Ohren.
Die Handschuhe.
Die Stiefel.
Dann öffne ich.
Die Wohnungstür!
Au!
Es ist so kalt!
Im Stiegenhaus.
An den Postkästen.
Die Putzfrau.
Ein paar Worte.
Dann wage ich es.
Trete in den Hof.
Die Kälte!
Sie raubt mir den Atem.
Es ist rutschig.
Lieber Gott!
Warum?
Hast du es?
So kalt werden lassen?
Die Stimme ist wieder da!

Aber sie verschwindet.
Im Laufe des Tages.
Ich fröstle mich dahin.
Im Büro.
Es soll wärmer werden.
Morgen.
Sehr viel wärmer…
Das tröstet.
Ich sehe.
Aus dem Fenster.
Hochnebel.
Über der Stadt.
Der Pöstlingberg.
Unter einer Wolke.
Winterlich.
Ein wenig sehr…
Winterlich…
Raureif.
Und wenn ich.
An den ersten Moment.
Draußen in der Kälte.
Denke…
Das ist Winter!
Sagt die Stimme.
Das gehört dazu.
Hast du es vergessen?
Ich.
Könnte ihr genug erzählen.
Der Stimme.
Wie das ist.
Wenn man.
Älter wird.
Und empfindlicher…
Aber.
Ich lasse es bleiben…
Stöhne.
Als das Fenster.
Aufgerissen wird.
Der Winter…
Er dauert noch lange…

Vivienne/Gedankensplitter

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