Der Reiz des Verbotenen – Gedankensplitter

Ein ruhiger Abend.
Schnell.
War es.
Dunkel geworden.
Der Mond am Himmel.
Eine gleißende Scheibe…
Kühle Luft.
Drang herein.
Durch das Fenster…
Der Vorhang.
Wehte hin und her.
Ganz sanft…
Er seufzte.
Eine Zigarette.
Ein Glas Wein…
Melancholie…
Bald.
Hatte er Geburtstag.
Er wurde fünfzig.
Schlimm?
Nein…
Furchtbar…
Der Anfang vom Ende…
Er war nur mehr…
Schrott…
Oder?
Ein Schluck Wein.
Tod.
Sterben.
Leben.
Und ob das.
Schon alles gewesen war…
Dann dachte er an Jan.
Seinen besten Freund…

Alte Freunde.
Schon von der Schulzeit her.
Irgendwie.
Hatten sie sich.
Nie.
Aus den Augen verloren.
Er war Trauzeuge gewesen.
Bei Jans Hochzeit.
Eine rassige Frau.
Halb Italienerin.
Langes, dunkles Haar.
Eine perfekte Mähne.
Und blaue Augen…
Es hatte ihn gepackt.
Inmitten seiner.
Teilzeitbeziehungen.
Diese Frau.
Anbetungswürdig.
Und so schön…
Er war ihr verfallen.
Sehr schnell.
Und er spürte genau.
Sie wollte auch ihn…
Schuldgefühle.
Die enge Freundschaft.
Und doch…
Sie begannen ein Verhältnis…

Jan.
Er musste dahinterkommen.
Früher oder später.
In diesem Fall.
Schon früher…
Jan.
Prügelte ihn.
Ein blaues Auge.
Seiner schönen Frau.
Verzieh er.
Aber die Freundschaft…
In Scherben.
Unkittbar…
Noch ein Glas Wein.
Ein guter Jahrgang…
Freundschaft.
Er vermisste Jan.
So sehr.
Und irgendwie.
Hatte er begriffen.
Diese Frau.
Er hatte sie nie geliebt.
Sie war ein Inbild.
Seiner Sehnsüchte.
Das.
Was er hinein projizierte.
Erhoffte…
Solange es noch möglich war…
Er hatte Jan betrogen.
Und er wusste genau.
Dass es falsch gewesen war.
Der Reiz des Verbotenen.
War die Triebfeder gewesen.
Nicht die Liebe.
Nicht die Leidenschaft…

Vivienne/Gedankensplitter

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