Danach… – Gedankensplitter

Er blickte nach unten.
Sah ihnen zu.
Wie sie sich.
Über den Leichnam beugten.
Versuchten.
Ihn zu reanimieren.
Die Polizei!
Und dann kamen die Leute.
Mit dem Holzsarg…
War irgendwie witzig.
Das anzusehen.
Als er noch gelebt hatte.
Hatten sich nicht.
So viele Leute.
Um ihn gesorgt.
Seltsam.
So war es also.
Nach dem Tod.
So.
Hatte er sich das.
Nicht vorgestellt.
Überhaupt nicht.
Er dachte.
Es würde vorbei sein.
Nachdem er.
Den Stuhl weggetreten.
Und um Luft gerungen hatte.
Eine fast ewig lange Zeit…
Scheußliches Gefühl.
Aber nein.
Irgendwie.
Lebte man noch immer.
Und er konnte alle sehen.
Und hören.
Aber sie ihn nicht…
Rein körperlich betrachtet.
War er wohl erstickt…

Er konnte sich bewegen.
Frei.
Betrachtete.
Seinen toten Körper.
Das Gesicht.
Blau angelaufen.
Er erschrak fast.
Vor seinem eigenen Anblick.
Der Notarzt.
Schüttelte den Kopf.
Im Gespräch.
Mit dem Polizisten.
Selbstmord.
Ja.
Er war.
Aus dem Leben geschieden.
Freiwillig.
Verlassen.
Von seiner Familie.
Arbeitslos.
Was?
Hätte er?
Sonst tun sollen?

Sie packten seinen Körper.
Legten ihn.
In den Sarg.
Trugen ihn hinaus…
Der Notarzt seufzte.
Folgte ihnen.
Vor der Tür.
Wartete der Nachbar.
Der Alarm geschlagen hatte.
Sensationsgeiler Blick…
Vier Tage.
War er hier gehangen.
Vier Tage…
Bis es.
Jemandem aufgefallen war…
Tja.
Manche lagen Wochen.
In ihrer Wohnung.
Oder Monate.
Bis es.
Jemand bemerkte…
Er lag gut im Schnitt.
Befand er.
Für sich.
Die Polizei.
Sicherte Spuren.
So lief das also ab.
Wenn man.
Sich erhängt hatte…
Im Fernsehen.
Hatte das.
Interessanter gewirkt.
Auf ihn.
Aufregender.
Aber an seinem Selbstmord.
Fand sich nichts Besonderes…

Vivienne/Gedankensplitter

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