Der Straßenmusikant – Gedankensplitter

Sonne.
Ein sanfter Wind.
Der das Gesicht streichelt.
Mit den Haaren spielt…
Feierabend.
Ich flaniere.
Durch die Straßen.
Ein Blick in ein Schaufenster.
Schmuck.
Wunderbare Steine.
Und Preise.
Die mich schaudern lassen…
Der Eissalon.
Fast wie von selbst.
Visiere ich an.
Ein Tisch.
Unter einem gelben Schirm.
Und dann.
Fällt er mir auf.
Der Sänger.
Mit seinem Instrument.
Tätowierte Arme.
Bart.
Und eine Kappe…
Er singt.
Gibt sein ganzes Herz dabei.
Und wenn ich ihn betrachte.
Dann habe ich das Gefühl.
Er singt für sich.
Für sich ganz allein.
Wir.
Seine Zuhörer.
Sind ihm egal…

Die Servierkraft.
Sie bringt mir die Eiskarte.
Ich blättere mich durch.
Aber nicht lange.
Pfirsichbecher…
Minuten später.
Steht er.
Auf dem Tisch.
Verlockend.
Verführerisch.
Ich zahle.
Der Musikant.
Hebt seine Stimme.
Wieder.
Ein Chanson.
Französisch.
Über die Liebe.
L’amour defendue…
Die Servierkraft lacht.
Ihr gefällt der Sänger.
Und ein paar Takte lang.
Hört sie ihm zu…
Ich beginne zu essen.
Und lausche dem Mann.
Französisch.
Ich verstehe.
Ein paar Brocken…

Süße Verlockung.
Löffel um Löffel.
Ein neues Lied.
Über den Tennessee Whiskey…
Er muss ihm.
Geschmeckt haben.
Gemundet.
Wie mir das Eis…
Ohrenschmaus.
Gaumenschmaus…
Meine Gedanken.
Sie ziehen.
Über die Dächer von Linz.
Wie die Chansons.
Des Straßenmusikanten…
Reich.
Wird er sicher nicht.
Nein.
Aber dafür.
Stellt er sich nicht hin.
Auf die Straße.
An einem Sonnentag…
Seine Lieder.
Sind sein Leben.
Dafür verzichtet er.
Auf Gut und Geld.
Auf Sicherheit.
Ein Idealist…
Gibt es Schöneres?
Ich lächle.
Und stehe auf.
Irgendwie.
Versuche ich das auch.
Mit meinen Geschichten.
Aber er da.
Er ist mir weit voraus…

Vivienne/Gedankensplitter

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