Nie mehr nach Hause! – Gedankensplitter

Sarah.
Legte das Handy hin.
Gerade erst.
Hatte.
Hubert angerufen.
Ihr Ehemann.
Ihr Noch-Ehemann…
Hubert.
War sehr freundlich gewesen.
Fast süß.
Oh ja.
Er konnte das.
Beinahe.
Hätte sie ihm geglaubt.
Aber sie kannte ihn.
Gut.
In fast einundzwanzig Ehejahren.
Seine Stimme.
Klang ihr noch.
Im Ohr.
…du willst doch.
Gar nicht weg von mir!
Oder?
Du liebst mich.
Ich liebe dich.
Bei mir.
Bist du doch daheim.
Komm nach Hause…
Sarah.
Hatte aufgelegt.
Wortlos.
Das war Hubert.
Er begriff gar nichts…

Eine glückliche Ehe?
Sarah dachte nach.
Angestrengt.
Falten auf der Stirn…
Nein.
Hubert.
Er hatte sie misshandelt.
Ständig.
Seelisch.
Und körperlich.
Er hatte sie geschlagen.
Mehr als einmal.
Ein Kind.
Hatte sie verloren.
Deswegen.
Und sie musste sagen.
Dass sie gestürzt war.
Das einzige Kind.
Eine Risikoschwangerschaft.
Eben.
Wegen dieser Fehlgeburt.
Der Sohn.
Stand auf eigenen Beinen.
Längst.
Und deshalb.
War sie gegangen.
Vor einem dreiviertel Jahr.

So schwer.
Wie befürchtet.
War es nicht gewesen.
Eine kleine Wohnung.
In einer anderen Stadt.
Ein neuer Job…
Man war.
Sehr nett gewesen.
Zu ihr.
Man hatte ihr geholfen.
Wo es möglich war.
Hubert.
Hatte einmal geläutet.
An der Haustür.
Er wollte herein.
Sie ignorierte ihn.
Er klingelte weiter.
Bis sie.
Ihn anzischte.
Über die Gegensprechanlage.
Einmal noch.
Und.
Ich rufe die Polizei!
Er.
War nie mehr aufgetaucht.
Vor ihrer Tür.
Aber.
Er rief an.
Immer wieder.
Er wollte.
Nicht aufgeben.
Obwohl.
Die Scheidung lief…
Zu ihm nach Hause?
Sie verzog den Mund.
Voller Abscheu.
Ein Heim.
War das.
Nie gewesen.
Für sie!
Nie!

Vivienne/Gedankensplitter

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