Nach dem Gewitter – Gedankensplitter

Der Regen.
Er hört auf.
So nach und nach.
Blauer Himmel.
Hübsche Wolken.
In Purpur.
Und in Apricot.
Die Sonne.
Ergreift das Zepter.
Ihre Macht.
Blitzt auf.
Einen Moment.
Es wird Abend.
Und bald.
Wird sie untergehen.
Kurz.
Strahlt der Tag noch.
Dann sinkt sie.
Die Sonne.
Unaufhaltsam…
Ein heftiges Gewitter.
Ist vorbei.
Und kurz schien es.
Als würde es.
Nie mehr aufhören.
Jetzt.
Ist es kühl geworden.
Die Luft.
Sie ist frisch.
Richtig sauber.
Und es dämmert…

Ein Gewitter.
Ist wie ein Streit.
Sagte einmal.
Ein weiser Mensch.
Er reinigt.
Die Seele.
Man kotzt.
Alles heraus.
Was einem.
Auf der Seele lag.
Und nachher.
Fühlt man sich besser.
Zumindest oft…
Mancher Streit.
Ist aber kein Gewitter.
Auch kein Feuer.
Heftig lodernd.
Sondern eine Glut.
Die sich weiterfrisst.
Schmerzhaft.
Der Disput.
Er schwelt.
Unter der Oberfläche.
Man merkt ihn kaum.
Man kann ihn ignorieren.
Bis ein Windhauch.
Die Glut.
Aufflackern lässt.
Und das Feuer.
Alles zerfrisst…

Ein Streit.
Ist nicht vorbei.
Notwendigerweise.
Nur weil man.
Die Bande löst.
Er lebt in uns.
Bisweilen.
Noch lange.
Als eine Flamme.
Heftig züngelnd.
Und wenn.
Sie ausgeht.
Irgendwann doch.
Dann bleibt nur Asche.
Die der Wind verweht.
Alles tot…
Die Wolken.
Sie sind jetzt lila.
Der Himmel.
Graublau.
Die Sonne.
Matt ist ihr Licht.
Gebrochen.
Die Vögel.
Sie zwitschern wieder.
Es ist fast friedlich draußen.
Trotz des Verkehrs.
Ein Auto hin.
Ein anderes her.
Wolken und Himmel.
Verschwimmen jetzt.
In ihrer Farbe.
Werden fast eins.
Und der erste Stern.
Erscheint.
Am Nachthimmel…

Vivienne/Gedankensplitter

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