Die Affäre – Gedankensplitter

Jürgen wischte über die Stirn.
Das Glas war leer.
Schon wieder…
Lydia.
Sie hatte sich nicht gerührt.
Sie war weg.
Zwei Monate.
Vor der Hochzeit.
Das Hochzeitskleid.
War fast fertig gewesen.
Und seine Eltern.
Sie verstanden es nicht.
Aber…
Ihr habt euch doch geliebt?
Was ist passiert?
Was ist passiert, Jürgen?
Er schleuderte das Glas.
Auf den Boden.
Zig Scherben.
Nichts!
Nichts war gewesen!
Aber Lydia.
Kein Verständnis.
Jürgen erinnerte sich.
Ein furchtbarer Streit.
Lydia hatte ihn angeschrien.
Du betrügst mich?
Mit dieser billigen, derben Person?
Hässlich?
Mit falschem Busen?
Du redest mir ein?
Du liebst mich?
Und fickst diese Schlampe?

Jürgen schüttelte den Kopf.
Natürlich.
War es dumm gewesen.
Diese Hilfskraft.
Hilde hieß sie!
Nie sein Niveau!
Aber ihre Aufmerksamkeit.
Ihre aufreizende Art.
Und die tiefen Dekolletees…
Es hatte keine Bedeutung gehabt!
Nicht das Geringste.
Ab und zu.
War da etwas gelaufen.
Mit ihr.
Eine Sache für sein Ego.
Aber gemocht.
Hatte er sie nie.
Nein.
Lydia hatte schon Recht gehabt.
Hilde.
Sie war billig gewesen.
Und ordinär.
Zehn Minuten.
Dauerten die Ficks.
Mehr Zeit.
War sie ihm.
Nicht wert gewesen.
Aber dieses Weib.
Es hatte an die große Liebe geglaubt…

Jürgen holte einen Besen.
Machte sauber.
Eine Mail.
Unüberlegt.
Von ihm an Hilde…
Hilde hatte sie Lydia geschickt.
Gezielt.
Sie wollte.
Dass Lydia ihn verließ.
Und dafür.
Sie selbst.
An die Stelle seiner Braut trat.
Lydia ging.
Wie von Hilde geplant.
Und er…?
Als er begriff.
Woher Lydia.
Von der Affäre wusste…
Hilde.
Fristlos gekündigt.
Sie hatte geweint.
Ich liebe dich!
Sie hatte es wiederholt.
Immer wieder.
Er.
Hatte sie stehen lassen.
Nichts.
Brachte Lydia zurück.
Gar nichts.
Und dafür.
Hätte er Hilde.
Das Genick brechen können….
Aber geändert.
Hätte es auch nichts.
Nicht das Geringste…

Vivienne/Gedankensplitter

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