Hoffnung auf Sommer – Gedankensplitter

Kein bisschen Sonne.
Den ganzen Tag.
Und später am Nachmittag.
Beginnt es zu regnen.
Wieder.
Das Fenster.
Gekippt.
Kühler Wind.
Dringt herein.
Die Katze.
Sie sitzt am Fensterbrett.
Sieht mich an.
Mit großen Augen…
Ich streichle sie.
Und fast.
Bin ich depressiv.
Bei diesem Wetter.
Der Regen.
Er macht krank.
Nicht nur.
Dass man sich verkühlt.
Wie die Frau.
Eines guten Freundes.
Nein.
Die Seele leidet.
Sie sehnt sich nach Sonne…

Ich trinke Tee.
Eine große Tasse.
Und frage mich.
Gibt es die Sonne noch?
Überhaupt?
Ist sie ausgewandert?
Vielleicht?
In ein anderes Sonnensystem?
Meine Fantasie…
Sie stellt sich vor.
Wie die Sonne flüchtet.
Weil sie uns satt hat.
Uns Menschen.
Kriege.
Umweltverschmutzung.
Katastrophen…
Kommt sie je wieder?
Der Wetterbericht.
Im Fernsehen.
Ein Hauch von Hoffnung.
Es soll wieder warm werden.
Sonnig.
Sommerlich.
Ist es zu fassen?
Werden die Wolken verschwinden?
Tatsächlich?
Die Botschaft hör‘ ich wohl…
Allein…
Mir fehlt der rechte Glaube…

Der Regen.
Er hat nachgelassen.
Ein wenig.
Aber es ist kühl…
Noch ein Schluck Tee.
Ich bin ausgestreckt.
Auf der Couch…
Zugedeckt.
Und diese Müdigkeit zuletzt…
Die Seele ist müde.
Sie leidet.
Sie welkt…
Wie eine Blume.
Ohne Licht.
Aber es gibt Hoffnung.
Hoffnung auf ein Abbild des Sommers.
Ein wenig.
Nur eine Ahnung.
Dass noch etwas anderes kommt.
Als Regen.
Wolken.
Grau…
Ich rücke das Kissen zurecht.
Unter meinem Kopf.
Schauen wir mal.
Vielleicht haben sie Recht.
Die Meteorologen.
Schauen wir mal…

Vivienne/Gedankensplitter

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