Samstagnacht… – Gedankensplitter

Du wirst wach.
Sonntagvormittag.
Trockener Mund.
Durst.
Kopfweh…
Du schaust auf die Uhr.
Kurz.
Fast 10:30 Uhr …
Du gähnst laut.
Dann rülpst du.
Und dann.
Ein dringendes Bedürfnis.
Du flüchtest ins Bad…
Später.
Schwarzer Kaffee.
Toast.
Und irgendwann.
Wirfst du ein Aspirin ein.
Und legst dich auf die Couch…
Du denkst nach.
Über gestern.
Samstagnacht.
Und ehrlich…
Es war ein Reinfall.
Die Tussis.
Ließen sich zwar einladen.
Auf ein Getränk.
Verschwanden dann aber schnell.
Wenn du näher kamst.
Sehr nahe…

Verdammt!
Denkst du dir!
Du musst das Lokal wechseln.
Dort.
Ist abgegrast.
Das ist nur teuer.
Aber auf deine Kosten.
Kommst du nicht.
Kein Hase für die Nacht.
Geschweige denn.
Eine Nette.
Die mal wieder länger bleibt…
Bei dir…
Du schließt die Augen.
Das Licht tut dir weh.
Und der Kopf.
Er dröhnt noch immer…
Du weißt nicht.
Woran es liegt.
Du bist gepflegt.
Du siehst ganz gut aus.
Durchaus respektabel.
Ganz bestimmt.
Aber deine Nächte.
Verbringst du alleine.
Schon eine ganze Weile…

Gegen zwei Uhr früh.
Da bist du heimgefahren.
Mit der Straßenbahn.
Nichts mehr los.
Und in der Straßenbahn.
Unter lauter Typen wie dir.
Die auf der Jagd waren.
Letzte Nacht.
Und heimfuhren…
Hungrig.
Hungrig wie du…
Unter all den Kerlen.
Ein Pärchen.
Auf einem Doppelsitz.
Aneinander gekuschelt.
Zärtlich zueinander.
Verliebte Blicke…
Und ihr…
Ihr habt gegeifert.
Wie hungrige Wölfe.
Auf die Frau gestarrt.
Die Beute.
Als wäre sie ein Schaf.
Das ihr fressen wolltet.
Mit Haut und Haar…
Aber…
Ihr habt es nicht getan.
Du auch nicht.
Das Paar.
Es stieg aus.
Händchen haltend…
Sie hatte den Kopf.
An seine Schulter gelehnt…
Dein Kopf…
Nicht auszuhalten.
Und der Durst…
Du stehst auf.
Und lässt das Rouleau herunter…

Vivienne/Gedankensplitter

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