Ängste – Gedankensplitter

Du kommst aus dem Bad.
Frisch geduscht.
Im Pyjama.
Legst dich auf die Couch.
Und deine kleine Katze.
Sie springt zu dir.
Schnurrend…
Ein langer Arbeitstag.
Vorbei.
Und nun.
Genießt du den Feierabend.
Siehst fern.
Eine Serie.
Und es fühlt sich gut an.
Dass du deine Ruhe hast.
Nach dem Stress…
Es wird dunkel.
Draußen.
Du trinkst Tee.
Wechselst den Sender.
Die Katze.
Sie springt hinunter.
Läuft zum Futter…

Du könntest zufrieden sein.
Durchaus.
Es läuft gut für dich.
Und doch.
Da sind tiefe Ängste.
Die Jahre vorher.
Sie haben dich geschädigt.
Existenzängste.
Sadismus.
Zwangsbeglückung.
Es ist vorbei.
Endlich.
Alles.
Ist besser geworden.
Aber die Ängste.
Sie haben dich im Griff.
Ganz fest.
Auch wenn du versuchst.
Dir nichts anmerken zu lassen.
Und manchmal.
Da fürchtest du sogar.
Was du dir da aufbaust.
Jetzt gerade.
Das könnte zerbrechen.
Unversehens…
Du weinst ein wenig.
Es quält dich alles so.
Aber diese Schatten.
Du kannst sie nicht erhellen.
Nicht völlig.
Obwohl du doch im Licht stehst.
Jetzt…

Was da passiert ist.
Damals.
War großes Unrecht.
Kaum fassbar.
Was man sich da anmaßte.
Aber.
Du kannst nicht loslassen.
Obwohl du.
Die Tür zugeworfen hast.
Für immer.
Ängste.
Unangenehme Träume.
Depressionen auch.
Manchmal…
Bisweilen.
Da denkst du dir.
Es wird nie mehr anders.
Und.
Du kannst dich nie mehr freuen.
So richtig.
Den Leuten.
Die dir so zusetzten.
Denen ist das egal.
Uneinsichtig.
Anmaßend.
Wenigstens.
Wirst du sie nicht sehen.
Nie mehr.
Aber sonst.
Kannst du nur hoffen.
Dass die Schatten weichen…
Irgendwann.

Vivienne/Gedankensplitter

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