Feierabend – Gedankensplitter

Ein Kaffee.
Wäre jetzt gut.
Denke ich mir.
Aber dann…
Kann ich wieder nicht schlafen…
Ich denke an letzte Nacht.
Der Kaffee so gut!
Und danach.
Wälzte ich mich im Bett.
Stundenlang.
Konnte nicht schlafen.
Und wenn.
Dann nur minutenlang…
Gegen dreiviertel vier.
Schlief ich dann doch ein.
Bis der Wecker läutete…
Ich seufze.
Kein Kaffee!
Alles klar?

Meine Kleine.
Meine Katze.
Sie kommt her zu mir.
Reibt sich an meinen Beinen.
Zärtlich.
Miaut.
Leise.
Sehnsüchtig.
Ich streichle sie.
Ja.
Ich weiß.
Sie ist lieb.
Aus den obligaten Gründen.
Hunger!
Durst!
Ein schmutziges Kisterl.
Fadesse.
Heischen nach Aufmerksamkeit…
Ich lächle.
Genau.
Das nennt man doch…
Liebe!
Die Nacht bricht herein.
Schön langsam.
Wolken.
Die ersten Lichter.
Und der Verkehr…
Ganz schön heftig noch.
So mancher.
Versucht wohl heimzukommen.
So schnell als möglich…
Ich gähne.
Schließe die Augen.
Der Duft von Kaffee.
Sekunden.
In meiner Nase…

Ich bin süchtig!
Sage ich mir.
Nach der goldbraunen Brühe.
Waschwasser!
Nannte sie mein Vater!
Er trank Kaffee nur schwarz.
Und ohne Zucker…
So stark!
Die Katze.
Sie hat mich verlassen.
Vielleicht ist sie im Bad.
Vielleicht frisst sie.
Oder.
Sie wartet vor der Schlafzimmertür.
Hoffnungsloser Optimismus.
Jede Nacht.
Hofft sie wieder.
Ins Schlafzimmer zu dürfen…
Hoffnungsloser Optimismus.
Ich trinke Saft.
Irgendwie.
Nicht dasselbe.
Wie Kaffee.
Nicht ganz.
Und die Rollläden vor meinen Augen.
Fallen zu.
Ständig.
Wie von selbst…
Ich gähne.
Unverhohlen.
Ich gehe schlafen!
Der Wunsch.
Wird übermächtig…

Vivienne/Gedankensplitter

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