Rosen im Mai – Gedankensplitter

Es regnet.
Als ich über die Straße gehe.
Süßer Duft.
Nach Rosen.
Erfüllt die Luft.
Von der Parkanlage her.
Trotzdem.
Heckenrosen.
Purpur.
Und viele Stacheln…
Sie atmen auf.
Im Regen.
Ich blicke um mich.
Der Wiesenstreifen hinter mir.
Schon verbrannt.
Teilweise.
Seit Wochen kein Regen.
Und nun.
Kehrt das Leben zurück…

Ich bin eingeschlafen.
Auf der Couch.
Die Nacht war kurz.
Viel zu kurz.
Und ich schlafe.
Bis die Katze vor mir steht.
Miaut.
Laut klagend.
Und sich erst zufrieden gibt.
Als ich sie streichle.
Ich packe aus.
Die Plüschmaus.
Ein Andenken vom Prater.
Ganz süß…
Ein Blick aus dem Fenster.
Es schüttet heftig.
Mich schaudert.
Und ich friere wieder.
Ja, gibt es das?
Es mag nicht mehr aufhören.
So scheint es.
Nachdem der Wettergott.
Kein Einsehen hatte.
Fast vier Wochen…
Unsere Natur.
Sie ist aus dem Lot…
Da ein Blitz.
Erhellt das Grau.
Und ein leiser Donner…

Ich denke an die Nacht zurück.
In Wien.
An die letzte Nacht.
Als ich aufstand.
Und auf die Terrasse ging…

Eine Frühsommernacht.
Und die Mondsichel.
Am Himmel.
Ein kleines Wölkchen…
Eine bezaubernde Nacht!
Heute hat sie sich geändert.
Die Szenerie.
Unwirtlich.
Kalt.
Ist es geworden.
Es donnert erneut…
Und doch.
Ich atme ihn wieder.
Den Duft der Rosen.
Süß.
Unwiderstehlich.
Ein Symbol.
Des Sommers.
Das mir zeigt.
Auch wenn es regnet.
Heute.
Der Sommer.
Er schläft nur.
Ganz sicher.
Er.
Wird wiederkommen.
Ganz bestimmt.
Mit voller Macht…

Vivienne/Gedankensplitter

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