Gewittrig – Gedankensplitter

Ich komme aus der Dusche.
Meine Haare sind nass.
Quellwolken.
Am ganzen Himmel.
Heiß.
Ein wenig drückend.
Und kaum Wind…
Am Nachmittag.
Als ich aus der Arbeit kam.
Mit dem jungen Kollegen.
Da gönnten wir uns ein Eis.
Erfrischend.
Fruchtig.
Einfach gut…
An einem Tag wie heute.
Wenn der Sommer sich zeigt.
Von seiner prachtvollen Seite.
Ich trinke Wasser.
Mein Kopf schmerzt.
Ich spüre.
Das Gewitter.
Noch.
Hängt es in der Luft.
In der Nacht.
Wird es wohl niedergehen…

Ich nehme eine Schmerztablette.
Die Katze.
Sie sitzt am Fenster.
Erschrickt.
Vor ein paar Motorradfahrern.
Die laut schreien.
Ich gähne.
Und noch ein Schluck Wasser.
Die Katze.
Springt vom Fensterbrett.
Raunzt herzerreißend.
Heute.
Ist sie ein wenig durcheinander.
Auf meinem Schoß.
Beruhigt sie sich.
Lässt sich streicheln.
Schmiegt sich an mich…
Mein Kopf.
Er dröhnt noch immer.
Die Nacht.
Sie bricht herein.
Es ist warm draußen.
Fast ein wenig schwül.
Und unter meinem Fenster.
Tost der Verkehr.
Er wirkt auf mich.
Wie Menschen auf der Flucht.
Fast.
Wovor?
Sie bloß davonlaufen…?
Frage ich mich.
Die Katze.
Sie ist glücklich.
Sie hat aufgehört zu maunzen.
Und schnurrt glücklich….

Ich denke an das Gewitter.
Und wie gut es mir tun würde.
Mich von der Spannung befreien.
Und von meinen Kopfschmerzen…
Ich stelle mir Wind vor.
Starke Böen.
Und Gewitterregen.
Der heftig herunter prasselt…
Es ist wieder wärmer geworden.
Ein wenig.
Und mein Kopf tut weh.
Nach wie vor…
Die Zeit vor dem Gewitter.
Sie ist die Schlimmste.
Man spürt sie.
Die Urkraft der Elemente.
Aber noch verhalten.
Brodelnd.
Bis sie losbricht.
Mit aller Kraft…
Noch ein Glas Wasser.
Und ich blicke in die Nacht.
Vielleicht ein Blitz?
Oder leises Donnergrollen…?
Noch zu früh.
Ich muss mich gedulden…

Vivienne/Gedankensplitter

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