Warum tun wir uns das an? – Gedankensplitter

Wir kennen uns.
Lange.
Und über all die Jahre.
Haben wir.
Den Kontakt nicht verloren.
Warum.
Weiß ich selbst nicht.
Nein.
Denn besonders sympathisch.
Warst du mir nie.
Da bin ich offen.
Und umgekehrt.
War es wohl auch nicht so.
Aber es ergab sich.
Ganz einfach.
Und so lief es.
Über all die Jahre.
Selbst.
Als sich unsere Wege trennten.
Blieb der Kontakt.
Eine Email hier.
Eine Email da.
Aber irgendwie.
Interessierte es mich nicht mehr.
Schon lange.
Irgendwann.
Da schrieb ich nicht mehr.
Von mir aus.
Nein.
Ich wollte nicht mehr…

Du.
Warst ein Opportunist.
Immer.
Ich.
Bin das Gegenteil.
Genau genommen.
Und ich verstand nicht.
Schon lange nicht.
Warum wir uns noch schrieben…
Du.
Hingegen.
Hast dich gemeldet.
Trotzdem.
Immer wieder.
Meistens.
Mit denselben Worten…
Es war anstrengend.
Und trotzdem.
Oft war ich zynisch.
Boshaft.
Abwehrend.
Was interessierten mich?
Deine Alltagssorgen?
Und noch viel mehr?
Was interessierten dich?
Meine?
War das nicht grotesk?
Irgendwie?
Bizarr?

Doch.
Das war es.
Und irgendwie.
Hoffte ich.
Dass ich zu frech sein würde.
Irgendwann.
Dass du angefressen wärst.
Auf mich.
Zu angefressen.
Um noch einmal zu schreiben.
Aber.
Du.
Warst nicht entmutigt.
Du.
Schriebst immer wieder.
Unermüdlich.
Manchmal.
Da hast du mich zurechtgewiesen.
Ja.
Vielleicht.
Hast du recht.
Vielleicht auch nicht.
Im Grunde.
Ist es eine Farce.
Und vielleicht.
Schreibe ich dir nicht mehr zurück.
Doch.
Irgendwann.
Irgendwann…

Vivienne/Gedankensplitter

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