Jahrmarkt – Gedankensplitter

Irgendwie.
Sieht er immer gleich aus.
Der Urfahraner Jahrmarkt.
Denke ich mir.
Als ich hineingehe.
Gleich.
Und doch nicht gleich.
Zuckerwatte.
Waffeln.
Weihrauch.
Duftöle.
Ein paar Attraktionen.
Auch ein Riesenrad.
Wenngleich.
Sehr harmlos.
Im Vergleich zum Prater…
Der Vergleich.
Macht sicher.
Und doch.
Er hat seinen Reiz.
Seinen besonderen Charme.
Der Urfahraner Jahrmarkt.
Die Standln.
Sind interessanter.
Viel interessanter…

Ich kaufe mir Waffeln.
Süß.
Und kaloriendurchtränkt.
Ich bekleckere mich.
Überall.
Und als ich krame.
Nach einem Taschentuch.
Macht mich ein Betrunkener an.
Am helllichten Vormittag.
Greifet mir auf den Hintern.
Meine Schimpftirade.
Sie berührt ihn nicht.
Aber er verschwindet zumindest…
Ich schüttle den Kopf.
Da wäre man in einem Alter.
Eigentlich.
In dem man ja.
Keinen Mann mehr kriegt.
Als Frau.
Sowieso.
Meinen manche.
Zehnmalklug.
Und dann das.
Im Suff.
War ihm wohl jede recht…
Ich schüttle mich.
Um ihn abzustreifen.
Symbolisch.
Diesen ekelhaften Kerl.
Und ich gehe weiter…

Die Donau!
Was für ein Blau!
Unwiderstehlich.
Wiesenstreifen.
In sattem Grün.
Ein paar Radfahrer.
Hier am Rande.
Des Jahrmarktes.
Eigentlich.
Möchte ich nicht mehr weggehen.
Nie mehr!
In der prallen Sonne.
Frühling.
Mai…
Dann spaziere ich weiter.
Beobachte die Menschen.
Zwischen Tand.
Und Kuriositäten.
Zwischen Kitsch.
Und wirklich Hübschem…
Manches.
Hat sich nicht verändert hier.
Seit Jahrzehnten.
Vielleicht.
Ist es die Mischung.
Die mich anzieht.
Die ihn besonders macht.
Für mich.
Aber nicht nur für mich….

Vivienne/Gedankensplitter

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