Gedanken einer Frühlingsnacht – Gedankensplitter

So eine friedliche Nacht!
Denke ich mir.
So ruhig.
So beschaulich…
Auch wenn die Autos fahren…
Es ist noch nicht dunkel.
Laternen erhellen die Sicht.
Die Bäume.
Umrisse.
Wie ein Scherenschnitt…
Ich trinke Kaffee.
Entspannt.
Ausgeruht.
Die Haare.
Frisch gefärbt.
Blond…
Wie ich es will.
Seit Jahren.
Aber manche….
Denen gefiel das nicht…
Überredungskunst.
Schmeicheleien.
Und manches mehr…

Ich bin noch immer blond.
Eines.
Das habe ich gelernt.
Manchmal.
Da muss man für sich selber stehen.
Auch.
Wenn die anderen es nicht verstehen.
Auch.
Wenn man alleine dasteht.
Im Extremfall.
Manchmal.
Da muss man sich selbst genügen.
Oder man darf…
Nein.
Alleine stehe ich nicht da.
Bestimmt nicht.
Ich stelle die Tasse weg.
Aber manche Leute.
Sie verstehen mich nicht.
Nicht mehr…
Ich gähne.
Das müssen sie auch nicht.
Kein bisschen.
Heute weiß ich.
Sie haben mich nie verstanden.
Nie richtig.
Und ich mache nichts mehr.
Um zu gefallen.
Kein Heile-Welt-Gefasel!
Wie gut nicht alles war!
Wie schön…

Die Nacht.
In tiefes Violett getaucht.
Wie ein dunkler, samtener Vorhang…
Schön?
Das war es nicht.
Schon lange nicht mehr.
Aber wie gesagt.
Verstehen.
Muss mich niemand.
Und darum.
Teile ich Boshaftigkeiten aus.
Nach Lust und Laune.
Zumindest.
Solange es mich noch freut…
Kleine Rache.
Harmlos.
Im Vergleich zu dem.
Was man mir antat.
Aber ungeheuerlich.
Für manche.
Weil ich die Dinge nicht ruhen lasse…
Ich lächle.
Und strecke mich.
Richtig.
Kleine Treffer.
Sanfte Genugtuung.
Wenig.
Nach allem was war.
Sehr wenig.
Im Grunde.
Und trotzdem.
Für manche viel zu viel…

Ich zucke die Achseln.
Das ist mir egal.
Wirklich lange.
Ich stehe für mich selbst…
Die Frühlingsnacht.
Sie kriecht herein.
Durch das gekippte Fenster.
So milde…

Vivienne/Gedankensplitter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.