Festival der Banalitäten – Gedankensplitter

Manchmal.
Da kann ich nicht schlafen.
Weil ich mir Gedanken mache.
Ich grüble.
Supergau in Japan.
Erdbeben.
Naturkatastrophen.
Umweltkatastrophen…
Wie lange?
Geht das noch dahin?
Ein Desaster jagt das andere.
Passiert auch einmal etwas?
Bei uns?
Hier?
In der westlichen Welt?
Ein Atomunfall?
Nicht auszudenken…!
Mich fröstelt.
Und ich fürchte mich.
Ein wenig.
Bis ich einschlafe…
Doch…

Wenn ich im Internet surfe.
Nachrichtenseiten.
Erschreckend…
Banalitäten.
Wohin man blickt.
Hochzeit.
In einem europäischen Königshaus.
Ein Fußballtrainer.
Klagt über sein widerspenstiges Haar.
Eine neue Sängerin.
Stellt sich vor.
Sportergebnisse.
Bedeutungslos.
Ein Streik der Croupiers…
Diskussionen.
Über das Outfit eines Stars.
Eines sogenannten…
Ich verstehe es nicht.
Nein.
Solche Bagatellen!
Füllen Nachrichtenseiten.
Ablenkungsmanöver?
Sollen wir?
In eine heile Welt geschaukelt werden?
Ich weiß es nicht.
Aber ich.
Lasse mich nicht verschaukeln.
Ich mache mir Gedanken.
Und Sorgen.
Und meine Angst.
Sie ist reell…
Ich spüre sie körperlich…

Meine Katze.
Sie springt auf meinen Schoß.
Schmiegt sich an mich.
Voller Liebe…
Ihr Schnurren beruhigt.
Und ich streife ihn ab.
Den Unmut.
Manches.
Das kann man nicht ändern.
Wenn bei unseren Nachbarn.
Ein Atomkraftwerk explodiert.
Dann sind wir dran.
Adieu!
Heile Welt…
Vertreibung aus dem Paradies.
Vielleicht.
Setzt dann ein Umdenken ein.
Wirklich.
Jahrzehnte zu spät.
Aber wenn…
Falls…
Ist es früh genug.
Sich damit auseinanderzusetzen.
Wenn es so weit ist.
Ich kann die Welt nicht ändern.
Aber mich.
Mit wachem Verstand.
Mit offenen Augen.
Durch die Welt gehen.
Das.
Kann ich tun.
Nicht mehr.
Nicht weniger…

Vivienne/Gedankensplitter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.