Zwangsbeglückung – Gedankensplitter

Putzeinsatz.
Hella schnaufte.
Der letzte Sack Altpapier.
Endlich im Container.
Sie wischte über die Stirne.
Warm war ihr geworden.
Sehr warm.
Trotz des feinen Regens…
Die Blumen von Artur.
Die hatte sie auch entsorgt.
Eine Farce.
Wer war sie denn?
Dass man solche Scherze?
Kranke Scherze!
Mit ihr trieb?
Sie ging wieder nach oben.
Sperrte die Wohnung auf.
Das Handy.
Lautlos.
Es blinkte.
Ein Blick.
Na, wer sagt’s denn!
Margot.
Die vermeintliche Busenfreundin.
Und Möchtegern-Kupplerin.
Das Blinken hörte auf…

Hella blickte sich um.
Nickte.
Ja.
Die Wohnung gefiel ihr wieder.
Ein wenig umgestellt.
Geputzt.
Und der Müll war weg…
Hella setzte sich.
Warum.
Hatte sie auch so gejammert.
Immer.
Dass sie alleine wäre.
Dass sie sich sehnte.
Nach Nähe.
Nach Wärme.
Ein wenig halbherzig.
Zugegeben.
Nach der einen längeren Beziehung.
Vor weiß Gott wie vielen Jahren.
Da war ihr klar geworden.
An Sex.
Lag ihr nicht so viel.
Und vor allem.
Fühlte sie sich bei Frauen.
Viel geborgener.
Ab und an.
Lief da auch was.
Aber nicht zu oft.
Am wohlsten.
Fühlte sie sich.
So wie es war.
Aber wissen.
Musste das niemand…

Margot.
Sie kannten sich seit Jahren.
Enge Freundinnen.
Aber sie ahnte nichts…
Ihr Cousin Artur.
Der war alleine.
Artur?
Mein Gott!
Muttersöhnchen.
Pascha.
Zweimal geschieden.
Nie.
Ihr beschauliches Leben.
Das hätte er kaputt gemacht.
Auf einen Schlag.
War sie wahnsinnig?
Aber sagen.
Konnte sie nichts.
Sie blieb auf Distanz.
Bis zu dem Abend bei Margot.
Margot.
Schüttete ihr Schnaps in den Cocktail.
Hätte sie gefügig machen sollen.
Artur wartete schon.
Stattdessen erbrach sie.
Die Rettung musste kommen.
Und dazwischen.
Halb benommen.
Erhaschte sie ein paar Sätze.
Artur.
Er hatte Margot bezahlt.
Für eine neue Frau…

Das Handy.
Es blinkte wieder.
Margot.
Hella grinste.
Egal.
Sie erwartete Besuch.
Nachher.
Weiblichen.
So lagen die Dinge.
Nun mal.
Ein anregender Abend.
Stand ihr bevor…
Und Margot.
Und Artur.
Die konnten ihr gestohlen bleiben!

Vivienne/Gedankensplitter

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