Samstagnacht

Es regnet.
In dichten Tropfen.
Die Straße ist nass.
Die Luft erfrischt.
Und die Erde.
Sie scheint den Regen aufzunehmen.
Mit offenen Armen…
Die Bäume.
Sie wiegen sich sanft im Wind.
Es ist Frühling.
Und im Frühling ist der Regen sanft.
Wie eine besondere Dusche.
Die das Gemüt reinwäscht.
Und die Seele liebkost…
Mairegen.
Bringt Segen.
So sagt man.
Und ich lausche hinaus in die Nacht.
Nach dem Regen.
Es tut gut.
Hier zu sitzen.
Nachzudenken.
Und sich einfangen zu lassen.
Von der friedlichen Stimmung.
Regen.
So eine angenehme Nacht!
Frühling im Herzen.
Glück in der Seele…

Wehleidig.
Das bin ich wohl.
Und viel zu passiv.
Ich lasse mir viel gefallen.
Viel zu viel.
Bis es mir reicht…
Und dann verwandle ich mich.
In einen Drachen.
Wütend.
Und ich speie Feuer…
So oft…
Und dann bin ich die Böse!
Die Furchtbare…
Und wenn ich ehrlich bin.
Es gefällt mir nicht.
Zunehmend.
Man soll mich nicht fürchten.
Man soll mich respektieren.
Mich und meine Grenzen…
Es regnet wieder weniger.
Die Lichter.
Sie wirken leicht bizarr.
Der Regen.
Wie eine Linse.
Die allem ein anderes Gesicht gibt…
Ich muss mich ändern.
Meine ich.
Distanz.
Und gesundes Misstrauen.
Filter im Leben.
Manche Menschen sind wie Spam.
Die darf man nicht heranlassen.
An sich…

Ich werde müde.
Langsam.
Und die Monotonie des Regens.
Sie wirkt auf mich.
Beständig.
Heute.
Da bin ich herumgelaufen.
Ein paar Stunden.
Die Füße taten mir weh.
Ich halte inne.
Draußen ist es jetzt ganz dunkel.
Die kühle Luft.
Sie verbreitet ein besonderes Flair.
So oft ist mir der Kopf schwer.
Und das Gemüt.
Es spürt die Last der Sorgen.
Bedeutend.
Und unbedeutend…
Heute atme ich den Regen.
Und ich spüre den Wind.
Und der Frühling.
Er hat mir die Arme auf die Schulter gelegt…

Vivienne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.