Meine Schmusekatze

Du raunzt mich an.
Mit großen Augen.
Dann springst du zu mir.
Auf meinen Schoß.
Obwohl ich gerade arbeite.
Am Computer sitze.
Du machst dich breit.
Und schnurrst laut.
Dann reibst du dein Köpfchen.
An mir.
Du legst dich auf meine Brust.
Der Länge nach.
Und deine feuchte Nase.
Sie berührt meine Hand.
Du bist glücklich.
Schläfst ein auf meiner Brust.
Mit geschlossenen Augen…
Wer könnte dir widerstehen?
Kleine Katze?
Wer…?
Ich nicht!

Später springst du auf.
Trabst durch das Wohnzimmer.
Und legst dich auf den Boden.
Im Flur.
Wie eine Löwin.
Liegst du da.
Majestätisch.
Du beobachtest alles.
Dein Revier.
Nein.
Dein Reich!
Auch wenn du zu schlafen scheinst.
Dein Schwanz.
Er verrät dich.
Die Schwanzspitze zuckt.
Ganz leicht.
Plötzlich springst du auf.
Läufst zu mir.
Während ich schreibe…
Du miaust mich an.
Laut.
Weil ich dich nicht beachte.
Sondern weiterschreibe…
Du miaust ganz laut.
Siehst mich an.
Erwartungsvoll.
Du reibst dich an meinen Beinen.
Ehe du wieder hochspringt.
Und mich in Besitz nimmst.
Eigentlich.
Bin ich ja für dich da.
Und nicht umgekehrt…

Du bist springlebendig.
Auch mitten in der Nacht.
Und wenn du etwas möchtest.
Wirst du lästig.
Bis du es bekommst.
Nur manchmal.
Da sperre ich dich aus dem Wohnzimmer.
Bis du wieder brav bist…
Aber du tust nur so.
So richtig brav.
Das bist du nie.
Eigenwillig.
Neugierig.
Unternehmungslustig…
Nur eines ist tabu für dich.
Mein Schlafzimmer.
Das macht dir zu schaffen.
Und du gibst die Hoffnung nie auf.
Ich könnte meine Meinung ändern.
Und dich doch einlassen.
Irgendwann.
Irgendwann…
Du Optimistin!
Denke ich mir dann.
Während ich die Schlafzimmertüre schließe.
Vor deiner Nase.
Alles.
Erlaube ich dir auch nicht!

Vivienne

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