Die Hoffnung auf morgen

Schneegestöber.
Manchmal heftig.
Zarter Schneebelag auf dem Rasen.
Hauch dünn.
Wie eine Schicht Puderzucker.
Besonders warm ist es nicht.
In drei Wochen ist Ostern.
Und die bunten Eier.
Sie würden apart aussehen.
In der weißgrünen Landschaft.
So stelle ich mir das vor.
Während ich aus dem Fenster blicke.
Und mir durch die Haare streiche.
Gedankenverloren.
Aber vielleicht.
Vielleicht ist der Schnee wieder weg.
Morgen.
Aufgeleckt.
Von der Sonne.
Und die Natur.
Sie wird sanft belebt vom Wind.
Zärtlich gekost.
Und ich verzichte auf die Handschuhe.
Und auf die Kappe.
Vielleicht…
Es muss doch Frühling werden!

Kein Tag wie der andere.
Manchmal frißt mich die Verzweiflung.
Während ich Alltag spiele.
Vor den anderen.
Und ich bin ein besserer Schauspieler.
Als ich je dachte.
Dabei bin ich empfindsam.
Wie die zarten Pflanzen.
Die der Schnee umhüllt.
Ich würde mich über Sonne freuen.
Sonne in meinem Leben.
Wärmende Momente.
Hoffnung.
Statt Ausweglosigkeit.
Ich würde gerne hoffen.
Hoffen können.
Aber ich bin nicht dumm.
Ich weiß oft.
Wann Hoffen Selbstbetrug ist.
Selbstbetrug…
Oder im besten Fall.
Ein Aufbäumen.
Kurz und heftig.
Gegen das Unausweichlichliche…
Oder sehe ich zu schwarz?
Ich hoffe.
Ich hoffe trotzdem…

Ich trinke Tee.
Viel Tee.
Eine Kur.
Sie soll den Körper entgiften…
Und vielleicht.
Vielleicht neutralisiert sie auch.
Meine bitteren Gedanken.
Ich glaube daran.
Manchmal.
Ich glaube daran.
So oft es geht.
Schwarze Gedanken.
Ängste.
Ängste um einen lieben Menschen.
Der nie ein Heiliger war.
Und doch…
Wenn der Tag grau scheint.
Ohne Perspektive.
Dann hoffe ich auf morgen.
Immer wieder.
Morgen ist ein anderer Tag.
Und bisweilen.
Ist es tatsächlich so…

Vivienne

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