Unverändert

Das Barometer.
Es steht nach wie vor tief.
Zwischen euch.
Eiseskälte.
Sie.
Sie redet nur das Nötigste.
Mit dir.
Sieht dich kaum an.
Meistens.
Und wenn doch.
Dann wirkt sie kalt.
Und ungerührt.
So geht das schon lange.
Ewig.
Nach einer Phase von Streitereien.
Von Zwist.
Und Verdruss.
Sie hat sich zurückgezogen.
Schön.
Hast du dir gedacht.
Damals.
Sie sieht leidend aus.
Unglücklich.
Depressiv.
Das bekommst du schon hin.
Hast du gemeint.
Sicher!

Ganz einfach.
Du hast begonnen.
Köder auszuwerfen.
Konstruierte Geschichten.
Die sie neugierig machen sollten.
Die sie veranlassen sollten.
Ihr Schweigen zu brechen.
Ihre Ignoranz…
Aber gebracht.
Gebracht hat es nichts.
Gar nichts.
Dein bitteres Fazit…
Dabei.
Hast du dir alle Mühe gegeben.
Aber sie roch den Braten.
Oft sofort.
Zumindest aber schnell.
Bisweilen.
Hat sie nicht einmal reagiert.
Wenn du sie inszeniert hast.
Deine Plots.
Freunde.
Sie halfen sogar.
Bei fingierten Telefonaten.
Hielten her.
Wenn du etwas vortäuschen wolltest.
Vergeblich…

Ohrfeigen.
Es tat weh wie Ohrfeigen.
Es schmerzte.
Und getan.
Getan hat sich gar nichts.
Im Gegenteil.
Das Klima.
Es wurde noch frostiger.
Warum?
Warum?
Du hast dich weit vorgewagt.
Viel zu weit.
Mag sein.
Aber es ist vorbei.
Schon lange.
Und es schickt sich nicht.
So zu reagieren.
Wieso solltest du dich entschuldigen?
Deine Fehler zugeben?
Du schüttelst den Kopf.
Nie!
Das wär ja noch schöner!
Das hast du noch nie getan!
Wer die Wahrheit sagt.
Ist ein Dummkopf!
Sagte schon dein Vater.
Aber wenn du siehst.
Sie blüht auf.
Nach langem Wellental.
Sie lacht wieder.
Und wirkt frischer.
Jünger.
Dann beißt du dir auf die Lippen.
Nein.
Sie wird nichts ändern.
An ihrer Ablehnung.
Es geht ihr gut.
Und.
Sie braucht dich nicht mehr.
Kein bisschen.
Sie bleibt kalt.
Unverändert…

Vivienne

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