Ein anderer Mensch… – Gedankensplitter

Heinz stempelte.
Sich aus.
Fast 18:00 Uhr.
Wieder…
Jede Menge Arbeit.
In der Firma.
Draußen.
Umfing ihn.
Dunkelheit.
Nebel…
Hing über.
Der Stadt…
Wie schon.
Die letzten Tage.
Heinz hustete.
Ein Kratzen.
Im Hals.
Und einen Moment.
War ihm.
Es müsste ihn.
Zerreißen!
Das war doch.
Kein Leben mehr!
Am frühen Morgen.
In der Dunkelheit.
Raus.
In den Arbeitsalltag.
Wenn er endlich…
Frei hatte.
Wieder dunkel.
Und am Wochenende…
Fast nur Nebel…
Die Dunkelheit.
Drückte.
Ihn nieder…
Wie eine…
Schwere Last…

Daheim.
Heinz warf.
Die Autoschlüssel.
Auf den Tisch.
Ihn fröstelte.
Hunger hatte er.
Keinen.
Nicht einmal…
Ein Bier…
Reizte ihn.
Er hasste.
Den Winter.
Diese Dunkelheit.
Wie ein Mantel.
Der ihn erstickte!
Schließlich.
Sprang er auf.
Griff wieder.
Nach dem Autoschlüssel…
Im Auto…
Fragte er sich.
Wo er hin wollte.
Eigentlich.
Er fuhr planlos.
Auf’s Land.
Da kam er her…
Plötzlich hatte er.
Ein Ziel…
Ein kleiner Hügel…
Und hier oben.
Hatte.
Der Nebel.
Keine Macht.
Keine!
Er atmete tief ein.
Der Mond.
Eine filigrane Sichel.
Und Sterne!
Der große Wagen!

Der Druck.
Fiel ab.
Von ihm.
Dort vorne…
Orion!
Dieses Sternbild…
So wunderschön…
Kalt war es.
Aber es fiel ihm.
Nicht auf.
Hier…
Unter dem Sternenhimmel.
Fühlte er sich gut.
Frei!
Ein anderer Mensch!
So leicht…
War ihm…
Lange nicht.
Zumute gewesen…
Als wäre er.
Geflüchtet.
Aus einem Verlies.
Ohne Fenster…
Über ihm…
Die erhabene Schönheit.
Des Universums.
Die ihn befreite…
Als er heimfuhr…
Wusste er.
Dass er…
Gut schlafen würde.
Diese Nacht…

Vivienne/Gedankensplitter

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