Kaktus

Ich liebe das Grün.
Auch bei mir daheim.
Es wuchert üppig bei mir.
Und auch die stacheligen Gesellen.
Die findet man bei mir.
Kakteen.
Sie gibt es in vielen Varianten.
Bei mir.
Am Fensterbrett.
Größer und kleiner.
Stachelig und haarig.
Oder mit Widerhaken.
Ich liebe sie.
Alle.
Denn sie sind mir ähnlich.
Vom Wesen.
Ich selber.
Ich bin auch ein Kaktus.
Und ich gebe zu.
Einer von der Sorte.
Mit mörderischen Stacheln.
Fast schon bedrohlich…
Aber wenn ich liebe.
Dann treibe ich Blüten.
Wunderschön.
Und ich blühe für den.
Den ich liebe.
Und für sonst niemanden…

Ich bin ein Kaktus.
Und man hat es nicht leicht.
Mit mir.
Ich stelle schnell meine Stacheln auf.
Wie ein Igel.
Wenn man mir zu nahe kommt.
Ich will das nämlich nicht.
Von den meisten.
Ich muss mich schützen.
Oft.
Und bin doch ramponiert.
Immer wieder.
Meine Gegner aber auch…
Ein Kaktus hat’s nicht leicht.
Manchmal.
Da vertreibt man auch die.
Die man gern hat.
Oder manche.
Sie schauen einen gar nicht an.
Wegen der Stacheln.
Gefährlich.
So sieht ein Kaktus aus.
Gefährlich.
So kann auch ich sein.
Aber nicht zu jedem.
Nur merkt das nicht jeder…

Ich bin genügsam.
Wie ein Kaktus.
Ich brauche wenig.
Nur Licht und Sonne.
Ein wenig Wasser.
Ab und an.
Und Liebe…
Ich lasse mich schon streicheln.
Dann bin ich ganz artig.
Aber nicht von jedem.
Wer mich einengt.
Der wird gestochen.
Ganz fest!
Aber.
Ich weiß schon.
Wem ich gehöre.
Aber an der längeren Leine…
Einem Kaktus zu nah?
Das würde ich niemandem raten…
Stacheln können sehr wehtun.
Sehr weh.
Es ist nicht leicht.
Ein Kaktus zu sein.
Und lieben.
Das kann mich nur.
Ein anderer Kaktus.
Ein Kaktus.
Er kennt seinesgleichen.
Er fühlt.
Die Verletzbarkeit.
Hinter den Stacheln…

Verletzbarer als die meisten…

Vivienne

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