Das Liebesbekenntnis

Du bist so unerwartet in mein Leben gekommen.
Ich kann es kaum fassen.
Dabei dachte ich mir noch.
Was will der überhaupt?
Du lachst.
Aber es ist so.
Keine Veranlassung, mir etwas zu erwarten.
Und ich weiß auch gar nicht.
Hast du dir etwas erwartet?
Du bist so anders als ich.
Wärst du so garstig zu mir gewesen.
Wie ich zu dir.
Ich hätte dich nicht mehr angesehen.
Nie mehr.
Mit Sicherheit nicht.
Ich stolzer als jede andere.
Die du je gekannt hast.
Aber Männer sind wohl anders.
Widerspruch reizt.
Erhöht das Begehren.
Oder wie hast du gesagt:
Dir wollte ich es zeigen…

Du hast es mir gezeigt.
Beharrlich.
Und trotz meiner Sturheit.
Was musst du bloß in mir gesehen haben?
Gott allein weiß es!
Du warst kein Thema für mich.
Nein.
Und meine Treffen mit dir…
Ich war halt einsam.
Dumm warst du nicht…
Sondern sogar sehr amüsant.
Aber bedeutet hast du mir nichts.
Glaubte ich.
Bis du mich geküsst hast.
Das erste Mal.
Du hast mich damit in ein Chaos gestürzt.
Weil ich auch merkte.
So egal warst du mir gar nicht.
Ich wollte mir dann nichts anmerken lassen.
Aber du hast sofort Bescheid gewusst.
Meine Augen verraten alles.
Alles, was ich denke oder fühle.
Und das warst plötzlich du.
Du hast mich aus meinem Schneckenhaus herausgelockt.
Und mir den Rückzug versperrt.
Ich konnte nur mehr in eine Richtung.
Zu dir…

Mein Puls schlägt wieder schneller.
Wenn du mich umarmst.
Von hinten deine Arme um ich legst.
Wollte ich das überhaupt noch?
Zärtlichkeiten?
Intimitäten?
Sex?
Du hast mich nicht gefragt.
Deine Lippen kosen meinen Hals.
Das Prickeln lässt meinen Körper erzittern.
Ich erinnere mich.
Als ich du mich das erste Mal verführt hast.
Ich wäre am liebsten weggelaufen.
So viel Angst hatte ich.
Und trotzdem blieb ich.
Meine Sehnsucht war stärker.
Mein Verlangen dich zu spüren.
Nach all der Wüste.
Die ich durchlebt hatte.
Ich blieb also bei dir.
Die ganze Nacht.
Und den folgenden Tag.
Und schließlich wollte ich gar nicht mehr gehen.
Ich habe es dir nicht leicht gemacht.
Ich wollte mich nicht mehr hingeben.
Ich wollte nicht mehr lieben.
Nichts und niemanden.
Aber du wolltest mich.
So sehr.
Dass du geweint hast.
Vor Glück.
Als wir Arm in Arm eingeschlafen sind.

Gibt es ein schöneres Bekenntnis deiner Liebe?

Vivienne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 + 2 =