Allein – Gedankensplitter

Carina ging ins Bad.
Zog sich aus.
Stellte sich.
Unter der Dusche…
Es tat gut.
Sie seufzte.
Griff nach dem Bademantel.
Und zog ihn an.
Im Wohnzimmer.
Ließ sie sich fallen.
Auf die Couch.
Schloss die Augen…
Sie.
Assistentin des Geschäftsführers.
Ein harter Tag.
Wie so viele…
An manchen Tagen.
Fast wie unter Strom.
Dauerhaft.
Zwölf-Stundentage.
Keine Seltenheit.
Oft auch mehr…
Sie sah sich um.
In der Wohnung.
Stilvoll.
Teure Möbel.
Carina schloss die Augen.
Wieder.
Ein paar Tränen…

Sie war erfolgreich.
Im Beruf.
Die Karriereleiter.
Sie war sie empor geklettert.
Vehement.
Und mit Ellenbogen.
Ihre Konkurrentin.
Um diese Position.
Hatte sie selbst.
Aus dem Rennen geworfen.
Mit ein paar bösen Gerüchten.
Keine Skrupel.
Das gehörte dazu.
Entweder.
Man half selber nach.
Seinem Erfolg.
Oder.
Die anderen machten das.
Das war nicht falsch.
Aber schlimm.
War die Einsamkeit.
Die sie befiel.
Schmerzhaft.
Sie in Tränen ausbrechen ließ.
Immer öfter.
Und sie wusste nicht.
Warum.
Hatte sie nicht alles?
Die tolle Wohnung?
Die gutaussehenden Lover?
Dann und wann?

Sie hatte nichts!
Gar nichts!
Immer öfter.
Marterte sie.
Der Gedanke.
Kein Kind!
Mit einer Schwangerschaft.
Wäre ihre Karriere.
Zu Ende.
Sofort!
Und keinen Freund.
Mit dem sie lachen konnte.
Einfach reden…
Der sie nicht.
Seelenlos liebte.
Ohne Gefühl…
Sondern wahrhaftig…
Carina schluchzte.
Verrückt.
Allein schon die Vorstellung.
Wer würde bleiben bei ihr?
Bei der Arbeitszeit?
Auf Bereitschaft.
Fast rund um die Uhr.
Gedrillt.
Um das Beste zu geben.
Jeden Tag wieder…
Das persönliche Eigentum.
Des Geschäftsführers…
Fast.
Kam es ihr so vor…

Vivienne/Gedankensplitter

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